0825 Mannheim Synagoge


Dieses Werk von Eberhard Friedrich Walcker wurde schon 1899 von den Söhnen umgebaut, bzw. um ein Manual erweitert (Opus 825). Ins Hauptwerk kam ein Bourdon 16’, die Mixtur logischerweise wurde auf 2 2/3’ mit den Pfeifen der Quinte gesetzt, weil nun Teiltöne des 16’ dort erwartet wurden. Das Pedal wurde um einen Gedecktbass 16’ erweitert. Das ganze Werk wurde auf pneumatisch umgebaut. Entfernt wurden die beiden durchschlagenden Zungen Fagott und Physharmonika. Das dritte Manual wurde nun mit den in Mode gekommenen Registern Aeoline, Voix celeste, Fugara – ins zweite kam noch eine Concertflöte und eine Viola – und damit hatte man die hochromantische Konstellation vom abgeschwächtem Hauptwerk auf dem II.Manual, und das III.Manual als schwellbares Farbwerk mit den schwächsten Stimmen.
Wie Dr. Seip richtig bemerkte, war hier der Werkstil der dritten Walcker-Generation deutlich geworden, wie das bei Umbauten in Ulm, Frankfurt Paulskirche und vielen weiteren Instrumenten des Vaters geschehen war, weswegen wir diese Disposition mustermäßig hier zeigen wollen:

und hier noch die PDF-Datei, in der alles besser und schöner für den Ausdruck vorbereitet ist: 0127-mannheim-synagoge.pdf