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welcome Walcker-Organ-Fans worldwide

  a very warm welcome to all friends
   of the Walcker Pipe Organs.
We are very pleased of resonances from all 5 continents and we are trying to help all people when they have questions about their organs. So we restaured organs in Australia, Romania, Italy, Costa Rica, Great Britain, Egypt, France, Columbia. Our team of master organbuilders will be happy to advice you in restauration or service of your pipe-organ.
Please note our new phone number: 0049 6805 205 8075

Op 4465 Bad Vilbel, Christuskirche

Vor wenigen Wochen ist sie fertig gestellt worden, die neuausgerichtete "Walcker-Orgel" von Glatter-Götz in der Christuskirche Bad Vilbel, da hagelt es auch schon gewaltige Kritiken von Gemeindemitglieder und ehemaligen Geistlichen:
Seit ca. einem Jahr lese ich neuerdings - früher wurde kein Namen genannt- immer wieder von der alten neuen Walcker-Orgel in der Ev. Christuskirche Bad Vilbel, die 2013 "restauriert" sein soll. Darf diese Orgel noch Walcker-Orgel genannt werden? Muss nicht die computerisierte, neu intonierte, mit weiteren Registern im Klang veränderte und mit einem nicht am Original orientierten elektronischen Spieltisch versehene Orgel nun den Namen der Computerspezialisten tragen, die das gemacht haben? Auf wen fallen in Zukunft ideologisch Schäden und Reparaturen?
Ich habe in meiner langen Tätigkeit als Pfarrer und Dekan mit vielen Orgeln zu tun gehabt. die Orgeln lagen mir sehr am Herzen, insbesondere durch eine Einführung in den Orgelbau der Walckerorgeln Mitte der 50er Jahre in ihrem Werk in Ludwigsburg als Sängerknabe der Laubacher Kantorei. Im Beruf als Pfarrer und Dekan stand mir bei Orgelsanierungen historisch verpflichtet der Erhalt der Herkunft der Orgel im Vordergrund. Da die Wartungsverträge meistens in der Hand der Erbauer lag, war das in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Orgelsachverständigen auch nicht schwer. (...) RK Bad Vilbel, 24.03.2015

Grund für die Aufregung war nicht der gewaltig überzogene Rahmen des Kostenanschlages, der ursprünglich auf 180.000,-- zu stehen kam, dann aber mit 213.000,-- die prallen Kassen der übersatten Kirchen anrempelte. Nein, Motiv war, die Bewahrung der unter dem Namen "Walcker" vorgefundenen Orgelkultur der 60er Jahre, die man als geschlossenen Kosmos erkannte. Alles Dinge, die unseren heutigen Kulturbanausen gleichgültig sind, weil sie in ihrem reduzierten Horizont etwas zusammenschnüren wollen, das es garnicht gibt: eine Synthese romantischer Orgel mit denen der Nachkriegszeit.
Die Beliebigkeiten im Gebrauch von Begriffen und Stilbezeichnungen (Bach-,Reger-, Walcker-, Silbermann-Orgel, "Lust auf Klang") hat in unseren Kirchen längst zu einem trivialen Sprachgebrauch geführt, der in nichts mehr dem der Werbung unterscheidet. Die Kirchen, früher Schmiede aller Rhetorik, vor hundert Jahren noch an strenger Philologie orientiert, mutiert zu einem Marktplatz der "Barbarismen", wo Mutmaßungen und Gerüchte das Hauptgeschäft sind. Da noch "Glauben" zu finden, ringt uns höchstens ein müdes Lächeln ab.


I.Manual C.g'''
1 Prinzipal 8
2 Rohrflöte 8
3 Oktave 4
4 Spillflöte 4
5 Waldflöte 2
6 Mixtur 4-6f
7 Trompete 8
II/I
III/I
II.Manual
8 Holzgedackt 8
9 Prinzipal 4
10 Koppelflöte 4
11 Rohrnasat 2 2/3
12 Terz 1 3/5
13 Sifflöte 1
14 Zimbel 3f
Tremulant
III/II
III.Manual
15 Quintade 8
16 Kleingedackt 4
17 Prinzipal 2
18 Blockflöte 2
19 Scharff 3-4f
20 Rankett 16
21 Regal 8
Tremulant
Pedal C-f'
22 Subbaß 16
23 Oktavbaß 8
24 Gemshorn 8
25 Flöte 4
26 Nachthorn 2
27 Mixtur 5f
28 Posaune 16
29 Schalmei 4

I/P
II/P
III/P

Solingen Burg, St. Martinus

Solingen-Burg, St. Martinus
Die Orgel ist nicht genauer beschrieben. Es gibt ein Firmenschild "Koch" und einen Hinweis, dass Weimbs im Jahre 1986 Arbeiten daran gemacht hat.
Es handelt sich um eine pneumatische Kegellade mit Membranen in folgender Disposition:
Manual C-f''' 81mmWS
Gamba 8' ganz gut
Salicional 8' C-H aus Ged.8
Prinzipal 4'
Gedeckt 8'
Traversflöte 4'
Octave 2'
Larigot 1 1/3' + 1'
Pedal C-f' 81mmWS Subbaß 16'

letzte Termine

..... Einweihung der Orgel in Moyeuvre ist für 10.Mai 2015 festgelegt
..... Orgelkonzert Ludwig Audersch in Moyeuvre ist für 26.Juni geplant
..... Neumann in Bogota "Orgel-workshop" wird im September 2015 stattfinden
..... unsere Reise nach Colombia und Costa Rica befindet sich nun hier
..... mein letzter Blog Mängelbehaftete Tagebuchauszüge 2014
..... Ja! zum E-Positiv findet sich hier
..... "Liebe ist Quatsch!" Hans Henny Jahnn, Briefe an seine Frau

Op 736 Hamburg, Lehrerseminar

Ja, es gibt sie noch, spätromantisches Walcker-Orgelwerk in Hamburg.
Uns wurden diese Bilder geschickt, die während einer Restaurierung aufgenommen worden sind.

Es handelt sich um die Walcker-Orgel Opus 736, gebaut 1895 mit pneum. Kegelladen.

Bilder aus Venedig


Opus 3340 Innsbruck, Stadtsaal


Eine der schönst-klingenden Orgeln, die mir bisher begegnet sind. Man lasse sich nicht von den Zimbeln und Mixturen täuschen. Auch der Umstand, dass es hier keine Kernstiche und andere moderne Intonationsmethoden zu finden gibt. Butterweich fallen die zurückhaltenden Zungen ins Geschehen. Schönes, rundes und warmes Holz grundiert ätherischen, wie von ferne dazugehauchten, zarten Mixturen-Lichter-Schein. Keinerlei Aufdringlichkeit, keine Lautstärke die entblößt.
Das Instrument mit 43 Registern, mechanischen Schleifladen, pneumatischen Registerzügen, momentan nur teilweise spielbar, soll eingelagert werden. Die Orgel steht unter Denkmalschutz.
Berühmtheit erlangte das Instrument während der Innsbrucker Orgelwoche 1958, bei der Gaston Litaize "Alte und neue französische Orgelmusik" auf dieser Orgel vorführte, darunter seine "Deux préludes liturgiques - Toccata sur le veni creator Improvisation". Der Klang der Orgel ist unmittelbar mit der Walcker-Orgel in Stuttgart - Villa Berg vergleichbar.
Es sei dieser großartigen Klangästhetik vergönnt, dass ihr keine Thyssen-Krupp-Intonateure heutiger Zeit in die Quere kommen, die daraus moderne Industrieklänge fabrizieren würden. Erhaltet diesen Klang!


News: Weitere Pläne

Gerade aus einer 48Stunden-Reise Bogotá-New York-Frankfurt zurückgekehrt, bei der es mir vergönnt war, interessante Reisebekanntschaften zu schliessen, liegen bereits wieder weitere Fahrten für diese Woche an. Es geht nach Innsbruck - Südtirol - Venedig und zurück nach Saarbrücken. Bevor wir dann am Montag, den 9.März nach Solingen-Burg zu einer pneumatischen Kegelladenorgel aufbrechen. Man kommt kaum noch zum Rechnung schreiben. Das Leben ist kurz, die Reisen sind lange und das Schönste ist, sich daran zu erfreuen.

Für einen Bekannten habe ich die hervorrangend gemacht Schrift "Die Gotische Orgel von Bartenstein vom Jahr 1395" [6.703 KB] in PDF gegossen. Wird sicher auch andere Leute interessieren. Besonders gut die methodisch einwandfrei durchdachte Gestaltung. So sollte jede Orgeldokumentation gefertigt sein.

50 Jahre Walcker-Orgel Canberra

Diese Orgel hatte ich vor 6 oder 7 Jahren renoviert und neu intoniert. Seit dieser Zeit finden laufend auf diesem "E-Positiv" Konzerte statt. Zum 50.Jahresjubiläum spielt Roland Voit ein Programm, zusammengestellt aus 6 Jahrhunderten, in dem er die verschiedenen Klangkombinationen vorzustellen gedenkt. Auch ich wurde eingeladen nach Canberra zu kommen. Doch 22 Stunden Flug sind schon eine ordentliche Tortur. Aber es ist eine große Freude die Akzeptanz dieser "Serien" durch wirklich hervorragende Organisten erfahren zu dürfen.

elektr.Spieltische -Restaurierung,Überholung

Wir haben in der vergangenen Jahren mehrere solche Spieltische generalüberholt oder restauriert. Zur Zeit laufen bei uns 5 Angebote über zu restaurierende elektrische Spieltische.
Dabei werden meistens noch Wünsche geoffenbart, heutige digitale Techniken in solche Spieltische mit einfließen zu lassen.
Mit diesem Beitrag möchten wir in ein paar Worten festhalten, welche Schwerpunkte hier zu beachten sind.
Dies besten Möglichkeiten Spieltische komplett wiederzuverwenden, bieten sich an, wenn die Kontaktgestaltung mit Excenterapparaten gemacht wurden, wie in dieser Zeichnung dargestellt.
Diese Apparate werden ausgebaut und alle Kontakte werden gegen neue Silberkontakte ersetzt. Damit werden auch alle Koppeln mechanisch realisiert. Das hat Nach- und Vorteile. Die Nachteile sind, dass die Koppeln nicht exakt gleich mit dem direkten Draht geschaltet werden und vorher oder später erklingen können. Der Vorteil ist, dass die mechanische Schaltung unkompliziert eingesehen und reguliert werden kann. Die Koppeln bei der Digitaltechnik sind ohne großen Kostenaufwand einfach zu erweitern, hierzu wird nur Programmieraufwand betrieben, keine Mechanik.
Auch die Registersteuerungen wie Freie oder Feste Kombinationen, Schwelltritt und Crescendowalze kann man als Kontaktsystem beibehalten und neben einer digitalen Erweiterung bestehen lassen.
Die Verkabelung sollte innerhalb des Spieltisches immer neu gestaltet werden, wenn stoffummantelte Kabel vorliegen.
Die Registerkontaktschalter sollten galvanisch verzinnt werden.
Alle mechanischen Elemente die verschlissen sind, sollte man auf identische Weise wieder ersetzen.
Wird eine digitale Steuerung erwünscht, so halten wir es für ratsam, auch aus Kostengründen gleich eine Setzerkombination mit einzubauen. Dies erfordert allerdings den zusätzlichen Einbau von einem Registereinstellmagneten pro Registerwippe. Der erforderliche Gleichstrom wird von einem Netzteil, das ausschließlich für den Spieltisch zuständig ist, bereit gestellt.
Für die digitale Übertragung wird zwischen Spieltisch und Orgel lediglich ein Computer-Kabel, am besten ein Lichtwellenleiter, benötigt. In der Orgel befindet sich ein Empfängerteil im Schaltschrank, der die Leistungstransistoren für die Magnete beinhaltet.
Eine Schnittstelle für MIDI ermöglicht im Spieltisch den Anschluss eines Laptops oder einer MIDI-Steuerung. Wir benötigen bei großen Orgeln hauptsächlich das handgroße Funk-Steuerteil, mit der man die komplette Orgel alleine stimmen und intonieren kann.
Diese kurze Darstellung dient als Übersicht, über Möglichkeiten, elektrische Spieltische zu restaurieren oder auch digital zu erweitern.

Walcker-Orgel Opus 2311, Bj 1931, III/41 ep

Auf eine interessante Walcker-Orgel, mir bisher völlig unbekannt, wurde ich vor ein paar Tagen hingewiesen. Dieses Instrument in München Westend, gebaut 1931, zeigt in seiner komplexen Klanggestalt wie schnell und umfassend die Orgelreform in Deutschland eingewirkt hat. Sehr schön diese Disposition zu sehen und die Ausführung des Spieltisches, der natürlich mit Kaffeepappbecher und Starkstromelektrik unter den Registerstaffeln ein typisches Bild heutigen Organistenlebens widerspiegelt.

OrgelCD-Empfehlung

Martin Schmeding - Max Reger, sämtliche Orgelwerke Vol 2.
Hier die Einspielung auf der Walcker-Orgel Opus 1570 der Lutherkirche Wiesbaden. Ausschnitte können auf der HP von Cybele Records in 8 verschiedenen Audioqualitäten geladen und gehört werden. Besonders beeindruckend die 3D-Binaural-Kunstkopf-Stereophonie, die man sich als CD, SACD, USB-Stick oder als DVD nach Hause schicken lassen kann. Schade allerdings, dass bei den leisen Stellen ein höllisches Geklappere der Traktur (Wippmagnete) die Hörfreude gewaltig eintrübt. Der Klang der Orgel, der offensichtlich zweimal von Klais nachintoniert wurde, hat etwas ätherisches, künstliches oder technoartifizielles, das aber Reger insofern guttut, als es metaphysische Räume öffnet, die man zuvor nur in Livekonzerten erleben konnte. Und da, live=Life, war die Qualität des Vortrags nicht immer die, wie man es hier vorgelegt bekommt. Klanglich und von der Interpretation Martin Schmedings das Highlight in 2015 - eine absolute Pflicht für Regerfreunde! (gwm)

Opus 1570 Wiesbaden-Lutherkirche, Bj 1910

I. HAUPTWERK C-a3
1 Bordun 16'
2 Principal 8'
3 Gamba 8'
4 Flauto major 8'
5 Gemshorn 8'
6 Gedeckt 8'
7 Octave 4'
8 Rohrflöte 4'
9 Octave 2'
10 Mixtur III 2 2/3'
11 Cornett III-V 8'
12 Trompete 8'
II. SEITENWERK
13 Gedeckt 16'
14 Geigenprincipal 8'
15 Salicional 8'
16 Rohrflöte 8'
17 Viola 8'
18 Fugara 4'
19 Flauto dolce 4'
20 Doublette 2'
21 Harmonia aetheria IV 2 2/3'
22 Klarinette 8'
III. SCHWELLWERK
23 Quintatön 16'
24 Principal 8'
25 Echo Gamba 8'
26 Lieblich Gedackt 8'
27 Flauto dolce 8'
28 Spitzflöte 8'
29 Quintatön 8'
30 Aeoline 8'
31 Voix céleste 8'
32 Viola 4'
33 Traversflöte 4'
34 Flautino 2'
35 Mixtur III-IV 2'
36 Basson 16'
37 Oboe 8'
38 Trompette harmonique 8'
39 Clairon 4'
Tremulant
PEDAL C-f1
40 Principal 16'
41 Violonbass 16'
42 Subbass 16'
43 Gedacktbass 16'
44 Quinte 10 2/3'
45 Flötenbass 8'
46 Violoncello 8'
47 Choralbass 4'
48 Bassflöte 4'
49 Posaune 16'
50 Trompete 8'
KOPPELN
I - P
II - P
III - P
Super III - P
II - I
III - I
Sub III - I
Super III - I
III - II

Durango Opus 2731

I.Man c-c4 = 61Noten
1 Gran Flautado Violón 16
2 Flautado principal 8
3 Flauta armónica 8
4 Salicional 8
5 Octava 8
6 Quincena 2
7 Lleno 4-5
8 Trompeta de batalla 8
II.Man Organo Resitativo
9 Principal 8
10 Viola de gamba 8
11 Voz celeste 8
12 Cor de nuit 8
13 Flauta pastoril 4
14 Piccolo 4
15 Fagot Oboe (durchschlagend) 8
Tremolo
III.Man Espresivo
16 Bordon Quintaton 16
17 Principal Diapason 8
18 Flauta chimenea 8
19 Corno Gamuza (Gemsh.) 8
Dieses bedeutende Instrument wurde mitten im II.WK im Jahre 1942 von Walcker erbaut. Die Disposition ist unzeitgemäß, sehr untypisch und daher interessant, weswegen ich sie hier notiert habe. Momentan finden Gespräche wegen Restaurierungs- Maßnahmen statt. Im Jahre 1960 hat Walcker repariert und dabei einen neuen Eisenschmidt-Spieltisch eingebaut. Sicher standen durch die Restriktionen der Kriegsbewirtschaftung nur zweitrangige Materialien zur Verfügung. Es wird, wie bereits in Bukarest (Bj 1939), ein Abendteuer werden, aus dieser Perspektive heraus deutsche Geschichte zu studieren.

©gwm 2014
20 Prestant 4
21 Nazardo 2 2/3
22 Flautino 2
23 Basson (durchschlagend) 16
24 Trompeta armónica 8
25 Clarin 4
Tremolo
Pedal C-f' = 30 Noten
26 Contrabajo 16
27 Subbajo 16
28 Contrabajo 8
29 Coral bajo 4
30 Gran Bombarda (durchschl) 16
31 Trompeta 8
32 Clarin 4

I/P II/P III/P III/I III/II II/I
SubII/I - III/I + SubI
SupII/I -III/I + SupI

Walcker Orgel Bukarest Athenäum

M0252 Blacket & Howden build 1901

PEDAL pneumatic action, Compass-low C Compass-high f1 Keys 30
1 Bourdon 16

GREAT pneumatic action, Compass-low C Compass-high a3 Keys 58
2 Open Diapason 8
3 Lieblich Gedact 8
4 Principal 4 replaced Dulciana 8
5 Fifteenth 2 replaced Harmonic Flute 4'

SWELL pneumatic action, Compass-low C Compass-high a3 Keys 58 Enclosed
6 Rohr Flute 8
7 Viol di Gamba 8
8 Voix Celeste 8
9 Gemshorn 4
10 Oboe 8
11 Tremulant
price to pay for the church: 500 pounds!
for more infos see the M0252.pdf [571 KB]

Carpenter auf Walcker-Athenäum

Einige Anmerkungen zu Cameron Carpenter, dessen Vortrag an der Walcker-Orgel in Bukarest für Gesprächsstoff sorgte, zeigen, egal wie man das Phänomen Carpenter sieht, dass Bewegung im völlig eingeschlafenen Kirchen-Orgel-Dämmer-Schlaf Not tut. Und da ist dieser Mann am richtigen Platz.
Vielleicht muß die Pfeifenorgel sich diesen synthetischen Spiegel vorhalten lassen, der ihr von Hauptwerk & Co (allen synthetischen Klangerzeuger) vorgehalten wird, und der nicht mehr ist als eine Verschiebung der sinnlich zu erfahrenden Musik ins Rationale und Verzuckerte. Und wir müssen durch diese "Verschattung" hindurch schreiten, weil wir der Technik einfach zuviel Raum lassen. Der ekelhafte Klang der Orgeln, die heute gebaut werden, ist bester Zeuge dieser Verelendung. Wer es sich leisten kann, auf die Digitalisierung verzichten zu können, der sollte das tun, es entgeht ihm nicht mehr als eine grausliche Pervertierung. Wer den Unterschied zwischen Digitalbild und Naturerfahrung oder zwischen synthetischem Klang und Naturklang nicht begreifen lernt, bleibt ewig und immer ein Technozombie, dem eben nicht zu helfen ist.

wonderful Walcker-organ in St. Petersburg

Opus 1489
gebaut 1909 nach St.Petersburg
Röm-Kath.Kirche d.Pagen

1929 umgebaut nach
St. Petersburg Musorgsky
Academie

später umgestellt nach
St. Petersburg
Vorotsov Palace, Kapelle

Quellen: Kravchun S.68
Rojsman S. 454

Links auf YouTube:
Erland von Koch "Sommerpastoral"
Hilding Rosenberg "Fantasia"
Erland v. Koch "Toccata festiva"
Gustaf Hägg "Meditation"
Max Reger "der geigende Eremit"
I.Manual C-f''' = 54 Töne
1. Bourdon 16
2. Principal 8
3. Flauto amabile 8
4. Viola di Gamba 8
5. Oktave 4
6. Rohrflöte 4
7. Mixtur 3 fach

II.Manual
8. Gemshorn 8
9. Lieblich Gedackt 8
10. Aeoline 8
11. Voix celeste 8
12. Flauto dolce 4

Pedal C-d' = 27 Töne
13. Gedacktbass 16
14. Violonbass 16
15. Cello 8

pneum. Kegelladen
3 NK, Super+Sub II/I
FK, Tutti, Autom. PianoPed


Walcker-Betriebsausflug 1952


Op. 4092 Ronsdorf

Während alle Welt in den Urlaub eilt, sind wir bei der nächsten Baustelle angelangt: der Walcker-Orgel Opus 4092 in Wuppertal-Ronsdorf, gebaut im Jahre 1962 mit II/23. Es handelt sich um ein Instrument, das mir klanglich außerordentlich gut gefällt und wie mir einige Gemeindeglieder erzählt haben, höchste Akzeptanz bei Organisten und der Gemeinde besitzt. Auch unser Werk in Neuwied-Blindenschule,dass nun fertig gestellt ist, wurde klanglich so umgearbeitet, dass es als wunderschönes Stück durchgehen dürfte. Was dort fehlt, wäre eine Trompete im Hauptwerk, damit man ein umfassendes Tutti besitzt.
Wir lassen uns also nichts mehr über Walcker-Orgeln der 60er Jahre erzählen, von irgendwelchen Franzoromantikern, deren populistisches Gedudel mit dem finalen Schreckgespinst David Cameron uns ohnehin niemals vom Hocker gerissen hat.
Eine schöne Lehre in Sachen präziser Orgelklanggestaltung " a la conception sonore de Jean-Sébastien" durfte ich unlängst an der nordischen Wümme erfahren, wo eine Walcker-Kleinorgel zur größten Präzision getrieben ungeheure Klangfeinheiten von sich gab. Im dunklen Süden, wo mit vermoosten Ohren noch nach Romantik geschielt wird, dort also, wo sich Bierdunst mit Nationalgefühl und Fussball paart, werden wohl noch einige Generationen durch "tinnitares Rauschen" getrieben werden müssen, bevor solcherlei Feingefühl sich auch hier vorsichtig breit macht.
Nun aber Wuppertal-Ronsdorf, mit allen Konsequenzen, bevor wir wieder ins "Französische Mouyeuvre" uns der härpferschen Orgelklang- und Trunksucht ergeben können. In den nachfolgenden Bildern Eindrücke einer weißgestaubten Askese. gwm


Hauptwerk, die Kanzellenverlängerung zur Spanischen Trompete in der Front dient als Stimmgang. Nach oben wenig Luft. Pedal Cs-Seite, extreme Enge mit Stolperfallen ausgestattet Spielschrank, spartanisch, einfach und derzeit noch voll Staub Op 4092 Wuppertal Ronsdorf

Bilder aus Neuwied


Briefkopf aus 1896


Walcker E-Positiv in Bauhaus-Optik

Diese Orgelgestalt einer Walcker-Orgel aus 1958 fanden wir in Hau, St. Antonius.

Manual I (C-g3)
Gedeckt 8
Prinzipal 4
Mixtur 2-3f
Sesquialtera 2f
Manual II
Gemshorn 8
Rohrflöte 4
Prinzipal 2
Quinte 1 1/3
Pedal (C-f1)
Subbaß 16
Choralbaß 4
Trompete 8

Neues und altes über Walcker-Orgeln

• Die Walcker-Orgel aus dem Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus liegt immer noch bei Seifert/Kevelaer. Das gibt der Online-Zeitung "Der Westen" Anlass zum Nachdenken. Allerdings gibt es auch Anlass zu fehlerbehafteten Kommentaren, denn die Orgel als Ganzes stand nie unter Denkmalschutz, lediglich der Klang wurde denkmalgeschützt. Dass aber Denkmalämter alles andere als die kulturerhaltende Substanzen unserer Gesellschaft sind, beweisen Orgeln wie in Stuttgart-Villa Berg oder Dortmund-Reinoldi. Überall dort, wo keine Kulturdynamik sich entfalten kann, weil erbsenzählende Kleingeister die Kassen verwalten oder Futball sich als die höchste abendländische Offenbarung erweist, wird wertvolles Orgelgut schlicht entsorgt.
Die Eßlinger Zeitung präsentiert die Walcker-Orgel der Stadtkirche
• Die Walcker-Orgel Opus 2912, eine typische Kleinorgel aus 1948, zeigen wir hier mit einem interessanten Packzettel aus 1948. Die schönen Darstellungen der mech. Kegelladenorgel in Raststatt Op. 496, gebaut für Bissingen, finden Sie hier.
• vom Germanischen Nationalmuseum Nürnberg wird die Kleinorgel des Rudolf von Beckerath aus dem Jahre 1954, ausgestattet mit Walcker-Pfeifen aus Lüneburger Johannisorgel (aus dem Jahre 1922) per Sonderdruck beschrieben. Beachtenswert die gründliche Textdarstellung und die Fotos der Pfeifen(siehe Bild rechts). Im Jahre 1931 wurden gravierte Zinnschilder mit Namen gefallener Soldaten des I.WK bestückt. Das Fernwerk in Lüneburg wurde so zu einer Kriegergedächtnisorgel.

Neues von Paul und Eberhard Walcker

Aus Quebec, Canada, erhalten wir Neuigkeiten, mit denen wir vor Jahren nicht mehr gerechnet hätten. Heute aber im Zeitalter der "Bewahrung" (leider nicht der Bewahrheitung) landet regelmässig Neues aus aller Welt in unserem Postfach.
Eine der schillerndsten Figuren der walckerschen Spätromantik war Paul Walcker (*1846, Oscar Walcker über Paul: "Mein Meister war aufbrausend und jähzornig..."), der nach Streit mit seinen Brüdern 1893 zu Sauer/Frankfurt-Oder ging und dort die Firma später übernahm. Paul Walcker hat dieses Bild links oben gezeichnet, das den Hof der Firma Walcker in Ludwigsburg zeigt (datiert 1884). Wir erkennen das Türmchen, welches den Treppenaufgang darstellt und links die Montagehalle mit den Kirchenfenstern. Links im Vordergrund die Kistenwerkstatt. Von Bäumchen flankiert der Eingang hinunter zur Giesserei, oben rechts war die Pfeifenwerkstatt. In den 1950er Jahren Jahren waren die Fenster nur noch auf der anderen Seite zur Kasernenstraße hin da, das Türmchen war nicht mehr vorhanden.
Sein Sohn Eberhard, mit Familie oben mittig in der Tageszeitung von St. Hyacinthe dargestellt, hat das Bild mit Segelboot gemalt. Eberhard war nach Kanada ausgewandert und bei Casavant Organs ein begnadeter Intonateur geworden, wie auch sein Vater Paul, der die Orgel im Berliner Dom montiert und intoniert hat. Ein anderer Sohn Paul Walckers war Gewerbelehrer und erster Elektriker bei Erstellung der Riesenorgel zu Breslau.
Paul war übrigens bevor er zu Sauer wechselte an den Orgeln in Mühlhausen III/62, Glarus III/47 und St. Petersburg II/31 als Gehilfe beteiligt. Wie beim Fußball war aber auch hier im Ludwigsburger Orgelbau das Mannschaftsdenken prioritär, einzelne Namen ob in Wien Votivkirche, Riga oder Wien Stephansdom traten selten hervor. Die Söhne Eberhard Friedrichs, Friedrich, Paul und Eberhard Walcker aber, sie waren die Klangbasis all dieser herrlich klingenden Orgeln bis zum ersten Weltkrieg.

Bilder von Paul und Sohn Eberhard Walcker


Historisches Bild

Orgelabnahme 1936

vor staunender Parteiprominenz. Streck nimmt den Hut ab, als die Orgel erklingt, während der SS-Gruppenführer ihn aufbehält. Im Hintergrund Orgelbauer und Holzpfeifen mit Raster, die noch eingebaut werden müssen. Robert Ley blamiert sich.

Dieses historische Bild der Abnahme der Walcker-Orgel Opus 2500 (V/214 ep) Nürnberg-Reichsparteitag, im Oktober 1936 durch den Zweckverband der Reichsparteitage, begleitet eine amüsante Anekdote, die mir Heinz Wunderlich bei einem Besuch erzählte. Wunderlich selbst bekam sie von seinem Lehrer Straube zu hören. Und so kann man sich vorstellen, dass mitten im dunkelsten Naziterror herzlich und hinter vorgehaltener Hand von Organisten über das Kulturgehabe der primitiven Parteibonzen gelacht wurde.
Nun die Anekdote ist schnell erzählt: Als Ramin anfing, der Naziprominenz vorzuspielen und am Pedal erste Töne touchierte, dröhnte plötzlich Reichsleiter Dr. Robert Ley prustend: "Der spielt ja mit de Beene?!" und lacht dabei vergnüglich. Verschämte Stille.
Am 25.10.1945 entzog sich jener Robert Ley im eben besagten Nürnberg per Selbstmord der Verantwortung. Die Orgel war zu jener Zeit längst durch amerikanische Bombentreffer in Schutt und Asche verwandelt worden. Anekdote samt Bild blieb uns erhalten.
weitere Links zum Thema: Opus diabolo 2500
Eduard Kissel improvisiert in Nürnberg

Opus 3837 spielt jetzt in Bergamo

Stolz und voller Freude berichtet uns Elio Capelli vom Einbau der Walcker-Orgel Opus 3837, die vormals im Kath. Borromäum zuhause war, in die Saint Christopher Kirche in Pradalunga/ Bergamo. Immer wieder kontaktiert mich Capelli auf der Suche nach Walcker-Orgeln aus 1950 bis 1970.
Für mich sind das Zeichen, wo unsere Klientel zu suchen ist, denn das recht maßlos gewordene Deutschland, bei dem nun alles nach dreißig oder fünfzig Jahren eingetütet und und ins Ausland verbracht werden soll, was scheinbar seine Aufgabe erfüllt hat, mutiert für mich zum trash horror. Die Reise von Elektroschrott nach China und Afrika wollen wir zunächst mal gar nicht reden.
Wir bekommen immer wieder Hinweise, dass jeder Spezialfall seine eigene Problematik hat und dadurch nicht verallgemeinert werden darf. Wir wollen hiermit überhaupt nicht auf "einzelne Schuldige" hinweisen, sondern lediglich ein allgemeines "deutsches" Problem beschreiben.

Umstellung eines Walcker-Positivs

von der Stiftskirche Vreden in die Aussegnungshalle Vreden
mit klanglicher Anpassung der Orgel an die neuen Begebenheiten. Nachdem die Marienkirche in Vreden geschlossen wurde, hat man die dortige Orgel in die Stiftskirche verfrachtet. Dies machte erforderlich das Walcker-Instrument, welches seit 40 Jahren in der Stiftskirche gesungen hat, an einem anderen Ort zu verfrachten. Durch die Flügeltüren ist die Orgel ganz passabel anpassbar.

News from our organ in Rome

Dear Mr Walcker-Mayer,
 
It’s a great pleasure for me to tell you that Ralph Gustafsson, Professor of Organ at the Royal College of Music, Stockholm, this year again will give a Masterclass and a Concert at Santa Cecilia Conservatory of Music.
Both the Masterclass and the Concert will take place on “our” Walcker-Tamburini Organ at Santa Cecilia Conservatory of Music.
Best regards from Rome,
 
Alessandro Licata
 
Programma di sala [620 KB]
Locandia Masterclass [56 KB]

wir gratulieren....

Walcker-Orgel Opus 4487 Ingolstadt Bj 1964

50 Jahre Walcker-Orgel....
Das Jahr 1964 war geprägt vom größtem Bauvolumen der Nachkriegszeit im Hause Walcker und damit vom höchsten Umsatz überhaupt in der Geschichte des europäischen Orgelbaus, wenn man die Kaufkraft dagegen rechnet.
Damit könnten wir über 210 Orgelbesitzer zum 50jährigen Jubiläum gratulieren, wenn sie alle noch greifbar wären, denn viele davon befinden sich heute von Portugal bis Polen im uninformierten Zustande. Vom Typus des Rucksackorgelbauers hat sich so eine Metamorphose zur Rucksackorgel weiterentwickelt.
Wir legen eine Auswahlliste der 1964 gebauten Walcker-Orgeln im PDF-Format hier bei, aus der hervorgeht, dass Walcker in diesem Jahr Instrumente mit insgesamt 2.063 Register erstellt hat! Diese Liste ist nicht ganz komplett, [318 KB] das Ergebnis dürfte um einige Register höher liegen.
Ein wichtiges Element diese Zeit war der ideologisch gefärbte Kampf gegen die elektronische Orgel. Hätte es die Firma Walcker in dieser Form nicht gegeben, so wären nicht die Kleinorgeln und Positive Walckers in die Kirchen von Essen bis Bremerhaven marschiert sondern die billig und schnell lieferbaren Elektroneninstrumente, die dann alle zehn Jahre ausgewechselt worden wären.
Vielleicht haben wir es hier mit einer letzten Bewegung hin zur alten Kultur, zur Bewahrung vom Naturhaften in Ritual und Mystik zu tun, was sich heute längst aufgelöst hat in Beliebigkeit, Technovergötterung, Egalisierung. Wenig Auserwählte gibt es, die die Zeiten neu bewerten.

weitere Aufträge für 2014

NEUWIED, OPUS 5771, II/16, BJ 1981 RONSDORF, OPUS 4092, II/23, BJ 1962
I.Manual Hauptwerk C-g3
1. Prinzipal 8'
2. Koppelflöte 8'
3. Prinzipal 4'
4. Waldflöte 2'
5. Sesquialter 2fach 2 2/3'+ 1 3/5'
6. Mixtur 5f. 2 2/3
Tremulant
Koppel II/I
II.Man. Brustwerk im Schweller
7. Rohrflöte 8'
8. Salicional 8'
9. Blockflöte 4'
10. Prinzipal 2'
11. Scharff 3 fach
12. Cromorne 8'
Tremulant
Pedal C-f1
13. Subbaß 16'
14. Metallflöte 8'
15. Choralbaß 4'
16. Fagott 16'

Koppeln II/P, I/P
3 Freie Kombinationen
Tutti, Auslöser
Zungeneinzel ab
I.Manual Hauptwerk C-g3
1. Prinzipal 8’
2. Rohrflöte 8’
3. Oktave 4’
4. Koppelflöte 4’
5. Waldflöte 2’
6. Mixtur 4-5fach 1 1/3’
7. Span. Trompete 8’
II.Manual Positiv
8. Holzgedackt 8’
9. Prinzipal 4’
10. Rohrpommer 4’
11. Oktave 2’
12. Quintflöte 1 1/3’
13. Sesquialter 2fach 2 2/3’
14. Scharfzimbel 3-4fach
15. Krummhorn 8’
Tremolo
Pedal C-f1
16. Subbaß 16’
17. Prinzipalbaß 8’
18. Rohrgedackt 8’
19. Gemshorn 4’
20. Nachthorn 2’
21. Mixtur 4fach
22. Fagott 16’
23. Schalmey 4’
Normalkoppeln
Reinigung und Neuintonation Reinigung, Prospekt überarbeiten

Bücher und mehr

Das Buch "Wolfgang Metzler - Romantischer Orgelbau in Deutschland" wird momentan gescannt und dann in neuem Gewand als Druckwerk wieder erhältlich sein. Ich schätze, dass die Kosten um 10-12 Euro liegen. Wir hoffen, die bestellten Bücher nach Ostern ausliefern zu können.

als Nachdruck haben wir außerdem noch geplant :
● Jo Fischer "Orgelbauergeschlecht Walcker" und
Oscar Walcker "Erinnerungen"
sowohl als paperware und als ebook (pro Band sind 10,--Euro angedacht).
Die elektronische Form hat den Vorteil mit "Suchfunktion" schneller an Details zu gelangen, während natürlich die Papierform gemütlicher verblättert werden kann.

● Unser USA-Aufenthalt findet man hier im Magazin.

● Der letzte Aufenthalt in Cairo mit Konzert von Prof. Neumann an der Walcker-Orgel wurde hierher verschoben.

Seit etwa 10 Jahren werden von mir alle Neuigkeiten rund um Walcker-Orgeln in einer Opus-Datenbank erfasst, die nun webfähig gemacht und demnächst auf unseren Seiten für power-organ-user nutzbar sein wird.

erst muß eine Revolution kommen

Opus 806 Schitomir, Ukraine

Diese Orgel habe ich im Dez.2013 besucht und danach Gelegenheit erhalten Bischof und Erzbischof in Kiew treffen zu dürfen.

Vor über einem Jahr saß ich beim Erzbischof Peter mit Bischof Stanislav in dessen Räumen der Kathedrale in Kiew. Bei diesem Gespräch haben wir uns nach Möglichkeiten für die Restaurierung der Walcker-Orgel in Shytomyr und über Orgeln in Odessa und Lemberg unterhalten. (Man erinnere sich, dass ja Oscar Walckers Ehefrau Helene, eine gebürtige Odessianerin war und so alles Walcker-Mayersche halb ukrainischen Ursprungs ist. Aber die Krim soll ja jetzt wieder russisch werden.)
Auf unsere Restaurierung in Kairo sich beziehend meinte Erzbischof Peter, dass dies doch ein seltsamer Umstand sei, unmittelbar nach der Revolution dort solch eine Orgelarbeit durchführen zu können. Hierauf entgegnete ich, dass wir wohl auch in der Ukraine erst nach einer Revolution zu solchen Möglichkeiten kommen würden, und irgendwie hätten wir in Deutschland sowieso immer den Eindruck, die Ukraine würde sich in permanenter Revolution befinden...
Das fanden die beiden Herren so belustigend, dass lauthals gelacht wurde.
Heute jedoch kann man durchaus die Zustände von Kairo und Kiew vergleichen. Allerdings stand in Kairo nie eine Abspaltung bevor und eine solche Spannung zwischen zwei Machtblöcken, wie es in der Ukraine der Fall ist, wird keine glatte Lösung versprechen.
Vielleicht aber wird sogar die Revolution zur Mutter der Orgelrestaurierung? gwm Feb2014

neue CD <<NIGEL OGDEN auf WalckerOrgel Op.680>>


Diese neue OrgelCD von Nigel Ogden hat mich sehr positiv überrascht. Die Walckerin Opus 680 im Jahre 1894 mit II/28 auf pneumatische Kegelladen gebaut hat natürlich auch ihre anglizistischen und reformerischen Neobewegungen hinter sich gebracht. Dennoch klingt das Instrument unter den Händen von Nigel frisch und warm und keinesfalls in die falsche Richtung verbogen, wie kontinental verformte Experimente. Wir halten hier keine strenge Klassikerinterpretationen in Händen mit Pflichtfach JSB und dreifach getunter Geschwindigkeiten, sondern Kirchenlieder mit schönen Arrangements, die farbenreich und lebendig vorgetragen werden. Etwas Stilles, Offenes, vielleicht mit einer kleinen Konzession an den populären Geschmack.
Für Freunde der Walcker-Orgel und Freunde des englischen Orgelgeschmacks genau das Richtige. Ich werde diese CD öfters ins Fach legen. siehe auch unsere Opusseite St.Annes@the sea mit der ursprünglichen Dispo aus 1894. Die CD kann hier geordert werden: http://organs.co.uk/index.php/players/product/1902-nigel-ogden-love-divine-2013 und bei itunes: https://itunes.apple.com/gb/album/love-divine/id682591966 oder Amazon: http://www.amazon.com/Love-Divine-Nigel-Ogden/dp/B00EABPEBK

Opus 593 Berlin - Tanaka

Opus 593 Berlin Gymnasium, Tanaka

Das Bild dieser Orgel fiel mir zufällig beim Inventarisieren verschiedener nicht erfasster Orgelbilder (Fotografien) vor 1900 in die Hände.

Mit dieser Orgel können wir wahrlich mit einer kleinen Sensation aufwarten. Das Instrument ist in mehrfacher Hinsicht eine interessante Sache. Der Japanische Musikwissenschaftler Tanaka, der 1892 mit Oscar und Karl Walcker in Kontakt kam, wurde von Kaiser Wilhelm später mit einem hohen Orden ausgezeichnet. Oscar Walcker erlernt von ihm die ersten Geheimnisse der Elektrik. Und hier sind wir beim nächsten Thema, denn bei dieser reingestimmten Orgel handelt es sich um die erste elektrische Walcker-Orgel.
Rund zehn Jahre später wird die renovierte Orgel im Ulmer Münster in Betrieb genommen, darunter ein Werk, das ebenfalls elektropneumatisch betrieben wird. Das Ulmer Instrument war zu jener Zeit eine Orgel mit drei verschiedenen Trakturen: mechanisch, pneumatisch und elektropneumatisch.
Im Münchener Odeon baut Oscar Walcker dann 1906 seine erste elektropneumatische Konzertsaalorgel, die in fulminanter Weise von Max Reger abgenommen wurde.

Rudolf Quoika "Schweitzer und das Haus Walcker"

vor nahezu 50 Jahren schrieb Rudolf Quoika den Artikel "Albert Schweitzer und das Haus Walcker", [131 KB] der in unseren Hausmitteilungen Nr. 34 abgedruckt war und der eine interessante historische Orgelepoche beleuchtet, weswegen wir diesen Text hier als PDF zur Verfügung stellen.
Ein weiterer großartiger Artikel von Quoika gibt es schon längere Zeit auf unseren Internetseiten, "Walcker und die Orgel des 19.Jahrhunderts" [107 KB] - ein Kapitel Stilgeschichte, der hochinteressante Zusammenhänge klarlegt.

Walcker-Kleinorgeln 1940-1974

Mit diesem Artikel wollen wir eine Übersicht über die viel- oder einfältigen Entwicklungen der Walcker-Kleinorgeln im Zeitfenster 1940-1974 dokumentieren. Hierzu gibt es sehr viele Anfragen bei uns, welche im Vorfeld über diesen Text und die nachfolgenden Bilder geklärt werden können. (kompletter Artikel mit Bildern der Orgeln als PDF [1.260 KB] )
Das Positiv war die Grundidee der 1950er und 1960er Jahre und selbst große Orgeln hatten "Positiv-Seele" mit zugeschnürter Mensur. Die Deutschen waren vorübergehend vom "Großen" (Faust:Unendlicher Raum und Ewigkeit) geheilt und widmeten sich vermehrt dem "Kleinen". Heute sind sie bekanntlich beim "Mikroskopischen", dem Digitalen angekommen. Der komplette Artikel auf Walcker.com Magazin
This article is also available in english language as pdf [1.218 KB]

aus aktuellem Anlass....

Cornelius Gurlitt, der momentan die Kunstwelt in Atem hält, hat nicht nur einen berühmten Vorfahren, aber einen, der intensiv mit der Firma Walcker zu tun hatte, nämlich sein Cousin Willibald Gurlitt. Der berühmte Musikwissenschaftler, hier auf einem Bild aus der Walcker- Hausmitteilung 12/13, November 1955, hat mit meinem Vater die Praetoriusorgel nach Freiburg gebaut. Man vermutet, dass die Bildsammlung von 1500 Gemälden auf Willibald Gurlitt's Bruder Hildebrand zurückgeht, der am König-Albert-Museum in Zwickau Direktor war. Die Familie Gurlitt galt als "jüdisch versippt", was Hildebrand Gurlitt den Posten als Direktor schon 1930 kostete. Daraufhin machte er sich als Kunsthändler selbständig und wurde später auf wundersame Weise in eine Gruppe zur Ausstattung des "Führermuseums" integriert.

Historic Pipe Organs we worked on:

           
           
 
           MOTHERWELL - SCOTLAND II/23
                     CAIRO - EGYPT  II/18
                             ROMA -  ITALY IV/72
                      BUCAREST -  ROMANIA III/54

     

              Please feel free to contact us.
        All languages will be heard and answered   
    EF WALCKER ORGELBAU GMBH  
             - living organbuilding since 1781 -
                 gerhard@walcker.com

NEW WALCKER BROCHURE HM48


WALCKER_KLEINORGELN von 1940 bis 1974 als pdf [1.260 KB]

The new brochure of Walcker 2013 is available here as a PDF-document
HAUSMITTEILUNG 48 als PDF. [9.443 KB] and HM48_deckblatt [221 KB]

PDF in english and german language

new english pdf-document:

THE WALCKER-POSITVE from 1940 to 1974 pdf.document english language [1.218 KB]

IN 1833, THE SAME YEAR in which Aristide Cavaillé-Coll received the contract for the Basilica of St. Denis, a relatively obscure provincial organbuilder in Germany completed a monumental instrument for a prestigious Frankfurt church and thereby set the pace for his profession during the entire remainder of the century.... complete
++ KURT LUEDERS - "In Search of the Reger-Organ" [210 KB]
++The House of Walcker: A Brief Historical Survey (engl.)
++The Organ in the Congress Hall, Nuremberg (engl.)
++ WERNER WALCKER-MAYER- "DIE ORGEL DER REGERZEIT" [623 KB] (deutsch)
++ OSCAR WALCKER Geschichte der Orgelmensuren (deutsch [310 KB]
++ GERHARD WALCKER-MAYER- Reisebericht 0806 Schitomir [2.147 KB]

MP3 ORGANMUSIK

from our BUKAREST CD
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1 Alfred Mendelsohn [5.401 KB] (1910-1966) Toccata (1959)
2 George Enescu [5.616 KB] (1881-1955)Andante religioso (1900)
3 Richard W. Oschanitzky [11.964 KB] (1939-1979)
Kaleidoskop. Variationen und Passacaglia nach einem eigenen Thema (op. 9, 1959/1963)
4-6 Gheorghe Firca (geb. 1935)
Drei kleine Präludien - nach rumänisch-orthodoxen Kirchengesängen aus dem Banat (1986)
4- Maestoso
5- Larghetto teneramente
6- Moderato
7-8 Cesar Franck: (1822-1890) Grande piece symphonique, op. 17
9 Joh. Seb. Bach (1685-1750) Fantasia, G-Dur, BWV 572
10 Louis Vierne (1870-1937) Carillon de Westminster
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CHURCHMUSIK IN GERMANY 1933-1945
KIRCHENMUSIK in NAZIDEUTSCHLAND [49.925 KB]

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from the Walcker-organ in Schlock we got this nice sound probe:
+++ Orgel Opus 1621, III/38,Bj. 1911 , soundprobe: Hörbar an diesem Klangfile [839 KB] .

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see also our record from Manfred Kleber in Kairo at the Walcker-organ on this page down

der neue Brückner ist da!

Brückners neues Opus "curioso et furioso", jetzt bei Daniel Kuhnert erschienen. Die Grafik zeigt die Walcker-Orgel Opus 4073 Bj 1960, III/38.

Hints for Organ-literature and more

+++ Roman Bissinger, Eigenverlag Edition Bissinger München 2013,
5 Choralbearbeitungen im romantischen Stil für Orgel solo.
Hochformat  18 Seiten Euro 12,90
Notensatz Dr. Roman Jungegger, Wien
Das erste Orgelalbum von Roman Bissinger, Jahrgang 1967, liegt vor.
Zu diesem unternehmerischen Wagnis gratuliere ich recht herzlich.
Das Verlagsprodukt kann sich sehen lassen: in hochwertige ästhetischer Gestaltung
präsentiert das Heft fünf formvollendete klangschöne Choralwerke zu Liedern aus dem katholischen Gesangbuch "GOTTESLOB".
Als stilistisches Vorbild dienten dazu die selten unerreichten "Psalm- und Koraalbewerkingen" niederländischer Tradition.
Roman Bissingers Ausgabe kann hier mühelos mithalten.
Die Stimmführung verläuft immer harmonisch in goldrichtigen Proportionen (Gegenbewegung, Steigerungsbögen, chromatische Einfärbungen),
oft liegt die Choralmelodie ("Cantus firmus") in Tenorlage.
Zudem sind Registrierungshinweise sowie die Dispostion der "Jonathan BÄTZ (1787-1849)-Orgel" -erbaut 1825 bis 1831-
angegeben. www.christoph-brueckner.de
---------------------------------------------------------------------------------------------------
+++ NEUERSCHEINUNG: Maren Goltz: Musikstudium in der Diktatur – Das Landeskonservatorium der Musik / die Staatliche Hochschule für Musik Leipzig in der Zeit des Nationalsozialismus 1933–1945, Stuttgart 2013 (= Pallas Athene, 46). Enthalten sind in dem Band neben einem ausführlichen Beitrag zur Mendelssohn-Rezeption Kapitel (bzw. Ausführungen) zur "Arisierung" von Geschichte und Gegenwart, zur Sekretierung der Musikhochschulbibliothek im Nationalsozialismus, zur Aufwertung der Musikpädagogik, zu Karl Straube, J. N. David, Gottfried Müller, Reinhard Oppel, Georg Trexler, Hanns Niedecken-Gebhard, Mary Wigman sowie zu Ivo Partsch.
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+++Pierre Lauwers send us the link to http://bdh.bne.es/bnesearch/biblioteca/Merklin,%20Alberto where you can get the complete book of Alberto Merklin's "Organologica from 1925 as a PDF document
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+++ our personal view of the organ world: Hausmitteilung 48 (german) (Inhaltsverzeichnis) [319 KB] . This printed booklett you can get for 8,-- Euro. That is the most interesting Organ information you will have this year! gerhard@walcker.com
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Sonderangebote Bücher

* Walcker-Hausmitteilung Nr 48 aus März 2013 8,--€
* Kaufmann "Orgel+ Nationalsozialismus" 28,--
* Klaus Schweizer "Die Sonatensatzform im Schaffen Alban Bergs" 10,--€
* Moosmann-Schäfer "Eberhard Friedrich Walcker (1794-1872)" 8,--€
* Kleemann " Die Orgelmacher und ihr Schaffen Herzogtum Württemb." 8,--€
* Lohmann "Musiké und Logos" 8,--€
* Sachs "Mensura fistularum" 2 Bände, Leinengebunden, 60,--€ (nur 2 vorrätig)
* Matthias Weber "for two to play" Musik für mehrere Spieler einer Orgel, 8,-- €

alle Preise incl. Versand und MWST innerhalb Deutschland
nur noch wenige Exemplare vorrätig
Bestellung hier: gerhard@walcker.com

Fluchtpunkt: Hayange

Opus 100 von Dalstein-Haerpfer

III/52, Bj 1892 in der Katholischen Kirche St. Martin, Hayange

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen einer Begegnung, die man als Orgelbauer nicht jede Woche zu verzeichnen hat: dem Opus 100 der Dalstein-Haerpfer-Orgelbauer, die damit wohl eine der schönsten Orgeln im Lothringischen oder wie man hier sagt, im Moselgebiet, gebaut haben.
Unheimlich, wunderbar, fantastisch ..., so oder ähnliches konnten wir während des Vortrags von Olivier Schmitt von uns geben, wobei es natürlich auch wieder schön war Olivier, der hier nun Titularorganist geworden ist, Pierre Lauwers, ein immer noch von Kopf bis Fuß begeisterter Orgelliebhaber und Kenner diffizielster Klangfeinheiten, sowie Franck Lechene aus Strasbourg zu treffen und zu fachsimpeln über Orgelromantik, Cavaillé, Walcker, das Elsaß und die lothringische Orgelwelt. Ich verrate heute nicht viel mehr, als dass wir in Kürze hier Klänge, Bilder und Dispo dieser Perle der Orgelbaukunst aus 1892 vorstellen werden.
Dieses wundervolle Instrument, 1998 vom letzten Haerpfer in hervorragender Weise restauriert, stellt eine gelungene Synthese von deutscher und französischer Orgelromantik dar, was in sich ein durchaus schlüssiges Konzept ergibt und das am Klang, aber auch in der Technik gut nachvollzogen werden kann. Wir werden das anhand von Bildern und von Klangaufzeichnungen in den nächsten Tagen dokumentieren (gwm)

Klang-Videoaufzeichnungen gibt es hier:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=tgcjes4uo10
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HIqZEhyWFek
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=37Yfm_znLvc

Bilder von der Dalstein-Haerpfer in Hayange




MP3 présentation

présentation (ca.20min) de l'orgue par Olivier Schmitt, et la discussion Pierre, Olivier, Franck, Gerhard, (recording by smartphone)

Extrait de "Philippe Lefebvre(ca. 3min)- Franz Liszt, Prélude et Fugue sur BACH" à Dalstein-Haerpfer orgue à Hayange (recording professional)
nous vous recommandons ce merveilleux CD qui représente les caractéristiques de l'organe magnifiquement

Disposition

I. Grand orgue (56 notes, C-g''' ) III. Récit expressif
1. Montre 16 30. Quintaton 16
2. Bourdon 16 31. Principal-Violon 8
3. Principal 8 32. Bourdon 8
4. Bourdon 8 33. Flûte harmonique 8
5. Flûte majeur 8 34. Éolienne 8
6. Gemshorn 8 35. Voix céleste 8
7. Viola di Gamba 8 36. Flûte octaviante 4
8. Quinteflte 5 1/3 37. Gemshorn 4
9. Prestant 4 38. Octavin 2
10. Flûte 4 39. Fagott 16
11. Quinte 2 2/3 40. Trompette harmonique 8
12. Doublette 2 41. Basson-Hautbois 8
13. Cornet 5 rangs 42. Voix humaine 8
14. Plein-jeu 5-6 rangs 43. Clairon 4
15. Basson 16
16. Trompette 8
17. Clairon 4
II. Positif expressif Pédale (27 notes, C-d' )
18. Bourdon 16 44. Principalbaß 16
19. Principal 8 45. Violonbaß 16
20. Flûte bouchée 8 46. Subbaß 16
21. Flûte amabile 8 47. Quintbaß 10 2/3
22. Salicional 8 48. Octavbaß 8
23. Fugara 8 49. Violoncelle 8
24. Flûte harmonique 4 50. Principal 4
25. Octave 4 51. Bombarde 16
26. Octave 2 52. Trompette 8
27. Harmonia æthera 3 rangs 53. Clairon 4
28. Trompette harmonique 8
29. Clarinette 8
 
Accouplements II/I, III/I, III/II et Général
Tirasses I, II, III et Générale
Appels anches I+P, II, III et Général
4 Combinaisons fixes (p, mf, f et tutti)
Expressions II, III
Crescendo
Trémolo III
Tonnerre (C-F de la pédale)
Sonnette du souffleur

VERSCHIEDENES

Orgelkonzert Wolfgang Kleber in Kairo

Wolfgang Kleber an der Walcker-Orgel Kairo

Hier das komplette Konzert von Wolfgang Kleber gespielt am 07.11.2012 auf der historischen Walcker-Orgel (II/17, Bj 1912) in Kairo als MP3-Dateien:
01 Johann Sebastian Bach (1685-1750) [8.714 KB] Präludium und Fuge C-dur, BWV 547, Choralbearbeitung "Schmücke dich, oh liebe Seele" BWV 654
02 Felix Mendelssohn Bartholdy [12.365 KB] (1809-1847) Sonate f-moll (mit dem Choral "Was mein Gott will, das gescheh allzeit")
03 Johannes Brahms (1833-1897) [1.756 KB] Choralbearbeitung "Schmücke dich, oh liebe Seele"
04 Max Reger (1873-1916) [13.329 KB] Fantasie und Fuge d-moll Op. 135b
05 Olivier Messiaen (1908-1992) [10.031 KB] Verset pour la fete de la Dédicace
06 Léon Boellmann (1862-1897) [3.500 KB] Toccata aus Suite gothique
Zugabe aus "der Clou" [2.789 KB]
gewalcker@t-online.de 09.11.12

Großartige Resonanz zum Konzert Wolfgang Klebers

Die sehr positiven Reaktionen zum Konzert Wolfgang Klebers in Kairo auf der Walcker-Orgel in der Deutschen Evangelischen Kirche wird mich nun veranlassen, auch das zweite Konzert, gespielt am 9.11. in Kairo in digitalisierter Form auf unseren Internetseiten zu präsentieren.
Kleber, der das Gesamtwerk KURT HESSENBERG's auf einer CD eingespielt hat, zeigt in diesem Konzert vom 9.11. die Fantasia "Sonne der Gerechtigkeit", die ich persönlich auf unserer Orgel eher als eine Reminiszenz an die Spätromantik denn als neobarocke Komposition ausmachen würde und die in jedem Falle eine hochinteressante Komposition darstellt. Da das Werk recht schwer zu spielen ist, wird man es nicht oft hören. Daneben gibt es dann KARG-ELERT-Sonatine, REGER- Kyrie und Melodia, JSB-Passacaglia c-moll....ab Anfang Dezember auf unserer Internetseite.

Die Orgelwelt um Anton Bruckner

In dem nachstehenden Brief von Anton Bruckner aus dem Jahre 1893, unterer Absatz: würde Mauracher nicht genommen werden, so nur noch Walker aus Ludwigsburg, der die Orgel zu St. Stefan und die der Votivkirche meisterhaft gefertigt hat, - sonst Keiner! (aus Rudolf Quoika - Die Orgelwelt um Anton Bruckner , 1966)

Orlando und Bosco an der Walcker-Orgel Opus 478, die nun, nach Neubelederung des Magazinbalges und überarbeiteten Erdbebenschäden wieder zu Konzerten aufwarten kann. Sie ist mit der Dom-Orgel in San José die einzige historische Orgel im Land, die vollständig spielbar ist. Das ist diesen beiden Männern zu verdanken, die monatelang jedes Wochenende geopfert haben, um das Instrument spielbar zu bekommen.

Erdbeben in Grecia, Costa Rica

In Costa Rica fand Anfang Oktober 2012 ein Erdbeben statt, das auch unsere Walcker-Orgel Opus 478 beschädigte. An den nachfolgenden Bildern kann dies leicht nachvollzogen werden.
Wir haben eine Spende an Orlando geschickt mit Material zum Beledern des Magazinbalges im Wert von rund 600,--€, der schon seit zwei Jahrzehnten zu Problemen Anlaß gab.
Diese Arbeit haben Orlando und Bosco auf unseren diversen Blogs studiert und tatsächlich diesen großen Balg, wie ich meine, hervorragend instand gesetzt. Das freut uns und dazu schicken wir hiermit unsere Glückwünsche. Damit ist nun wieder die älteste Walcker-Orgel in Costa Rica spielbar und für Konzerte zum Einsatz bereit.
Am 9.Dezember findet wieder das erste Konzert nach der Reparatur statt. Das Konzert wird von der Deutschen Botschaft in San José gesponsert, die damit wieder einmal beweist, dass sie sehr fruchtbar auf die Orgelkultur des Landes wirksam sein kann.
18.11.2012 gwm
weitere Bilder und Nachrichten über diese Orgel, die immer wieder von begeisterten Organisten bespielt wird auf unserer Opusseite 478

Redundant Pipe Organs Great Britain

++++ we are ready for you: dismantling, transport, reconstruction, Redundant Pipe Organs - worldwide -. List of GB-organs

new 02.10.13
M0238 [595 KB] - Halmshaw,1943 II/16

M0205 - [582 KB] Eustace, 1891 II/23
M0211 [542 KB] - Rothwell, 1905, II/22
M0219 [763 KB] - Conachwer, 1886, II/10
M0221 [693 KB] - Vowles, 1890, II/22
M0222 [511 KB] - Nelson, 1935, I/7
M0224 [718 KB] - Keates, 1911, III/34
M0225 [685 KB] - Young, 1896, II/21
M0234 [522 KB] - Bishop&Sons, 1870, II/9
M0235 [833 KB] - Osmond, ?1920, II/16

M0183 [612 KB] - Ernst Wadsworth, 1926
M0205 [582 KB] - Eustace Insgram, 1891
M0211 [542 KB] - Rothwell, 1905
M0219 [763 KB] - Conacher, 1886
M0221 [693 KB] - Vowles, 1890
M0222 [511 KB] - Nelson, 1935
M0223 [795 KB] - Holt(?), 1851
M0224 [718 KB] - Albert Keates, 1911
M0225 [685 KB] - Alexander Young, 1896

All information without guarantee

we deliver in any country, even to China!


british romantic organ available

   
We sell for less: Redundant Pipe Organ M0256
builder unknown
Blackhill Methodist Church
2 manuals and pedals
TP action throughout
Compass 58/30
Dimensions: Width 24' - Height 16' - 17' (8' to impost) Depth 7' 6" + console 18" and + pedal board 18"
The organ was rebuilt/reconstructed by Rushworth & Dreaper in 1922.
The stop action and manuals and pedals are all tubular pneumatic. The console is attached and the pedal board is radiating and concave.
The Open Diapason on the Great is large scale and when the 4' Principal is added, makes a good bright sound which would easily lead a congregation of 100/150.
The organ benefits from Horn, Clarinet and Oboe.
The 8' and 4' Flutes on the Great are really beautiful
as are the Swell strings.
The price pay to church is £500 (sterling)
We remove the organ from the church, package and transport the instrument to its construction place - no matter what place on earth
The 3-phase supply has been reconnected and the organ is playable. IMAGINE THAT SOUND!
any questions: gewalcker@t-online.de

Great Keys 58
5 Double Dulciana 16
6 Open Diapason 8
7 Rohr Flute 8
8 Salicional 8
9 Principal 4
10 Harmonic Flute 4
11 Fifteenth 2
12 Clarinet 8
Swell
13 Bourdon 16
14 Violon Diapason 8
15 Lieblich Gedeckt 8
16 Gamba 8
17 Voix Celestes 8
18 Gemshorn 4
19 Piccolo 2
20 Horn 8
21 Oboe 8
Pedal Keys 30
1 Acoustic Bass 32
2 Bourdon 16
3 Violone 16
4 Flute 8

Sonderangebot "Laycock & Banister"

Disposition der Laycock & Bannister Orgel
mechan. Schleifladen

Great C-a'''
Open Diapason 8'
Dulciana 8'
Hohl Flute 8'
Principal 4'

Swell
Violin Diapason 8'
Salicional 8'
Lieblich Gedact 8'
Oboe 8'
Tremulant

Pedal C-f'
Bourdon 16'
Couplers
Swell to Pedals
Swell to Great
Great to Pedals
Orgel ist ausgereinigt und vollständig spielbar
Sonderkonditionen nur kurzfristig gültig
PREIS: 18.800,-- Euro incl. Abbau, Transport, Wiederaufbau und Intonation, spielfertige Übergabe.
Die Orgel ist ab Mai in einer Kirche in England auszubauen.

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WalckerBlog

Hängebalgladen Härpfer (Moyeuvre)

Bei Hängebälgladen haben wir eine Registerkanzellenlade vor uns, die bei der Restaurierung gewisse Besonderheiten aufweisen. Leider hat jeder Orgelbauer eigene Systeme eingebracht, was Restaurierungen mit weiteren speziellen Eigenheiten befrachtet: hier ein Foto, das zeigt, wie das Ganze in natura aussieht: 1. Bei Haerpfer sind die innenliegenden Federn so schwach, dass der Trakturwind rund 25mm höher […]

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Doppelflöte 8′ und Bourdon 16′ Motherwell Opus 876

Der Bourdon 16′ dieser Orgel mit Baujahr 1900 ist wohl der tragendste und grundvollste Bourdon, an den ich mich erinnern kann. Ich habe es aufgegeben selbst mit guten Mikrophonen diese Klänge in digitale Klänge umwandeln zu wollen. Das Geheimnis nämlich ist weniger der direkte meßbare Frequenzumfang und das, was man auch in dicken Baßboxen überführen […]

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Von dieser Stellungnahme aus dem Jahre 1868 haben wir hier ein Abschrift, aus der man die Schlussfolgerung des Meisters nachvollziehen kann. Es spricht sich ausdrücklich für den Barkerhebel aus und gegen die von dem Briefpartner bevorzugten und angebotenen pneumatischen Registertraktur. Außerdem erfahren durch die Feder Eberhard Friedrich Walckers, dass er selbst bereits schlechte Erfahrungen mit […]

OrgelbuchBlog

Die gotische Orgel von Bartenstein aus 1395

Dieses hochinteressante Büchlein von Karl Bormann gibt es hier als PDF. Hier ein paar illustrative Seiten: und hier eine weitere Seite http://walcker.com/downloads/bartenstein.pdf gewalcker@t-online.de

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