Walcker-Orgelbau seit 1780

Herzlich willkommen auf www.walcker.com
Wir freuen uns Sie auf unseren Internetseiten begrüßen zu dürfen.
Auf unseren Opusseiten haben wir rund 1000 Walcker-Orgeln aufgeführt. Sollten sie Ihre Walcker-Orgel dort nicht finden, geben Sie uns Informationen, damit wir das ändern. Wir möchten gerne die Geschichten um weitere Orgeln verdichten und freuen uns über jedes Bild und über jede Nachricht, welche die Historie der Firma Walcker weiter erhellt.
Unter gewalcker@t-online.de bin ich stets für Sie erreichbar.
Gerhard Walcker-Mayer

Neues aus der Weltum Walcker-Orgeln

Die Walcker-Orgel aus dem Gelsenkirchner Hans-Sachs-Haus (Opus 2150, Bj 1927, IV/92, ep Taschenlade in den 80er Jahren auf Schleiflade umgestellt) soll für einen banalen Euro in der Papenburger St. Antoniuskirche ab 2019 überführt werden. Die Lächerlichkeit von 1-1,5 Millionen Euro, die dann noch dazu kommen für Einbau und technische Endgestalt, scheinen nicht der Rede wert.
Was mich ärgert ist der Umstand, dass man vor 15 Jahren die Gelegenheit gehabt hat, den originalen Spieltisch von 1927 wieder neu entstehen zu lassen. Anstatt dies zu tun hat man eine Blackmetalkarikatur im frankoromantischen Stil gebaut, was erwarten lässt, welche vergleichbare Nachlässigkeit in die Klanggestalt einfahren wird. Denn erinnern wir uns, diese Orgel wurde im Schatten der Freiburger Praetoriusorgel (1921) und ihren folgenden Tagungen (Freiburger Tagung für Deutsche Orgelkunst 1926) gebaut. Zeitgemäß nun wird der französische Populismus auf diese fein abgestimmten Nuancen losgelassen (Mühleisen). Sinnvoll wäre auch gewesen, die Orgel wieder auf Taschenladen rückzuführen, denn darauf wurde das Pfeifenmaterial 1927 abgestimmt. LetzterTrost besteht darin, dass man wenige CD's mit den Originalklängen zur Erinnerung hören kann.
Hier Linkbeispiele dazu :
Prospektblatt aus 1927 als PDF [4.371 KB] .
Laux spielt die drei Liszt-Riesen an der Orgel, hiervon Praeludium und Fuge über B-A-C-H [20.143 KB]
(mit Teilverstimmung der Orgel und zugemixtem Nachhall)
Es gibt noch eine PDF von dem ehemaligen Orgelkurator Herrn Obernier, der mit großem Einsatz einst die Orgel ins Kulturgeschehen der Stadt einbrachte: Karl-Heinz Obernier "Die Walcker-Orgel im Hans-Sachs-Haus Gelsenkirchen" [862 KB] aus 1993.


● aus Cartago/Basilica :... In Cartago (Costa Rica) gibt es jedoch ein sehr großes Instrument in einer enormen Basilika. Den Korpus hat Walcker aus Eichenholz gebaut, um sie vor Schädlingsbefall zu schützen. Warum diese Orgel in so einem guten Zustand und so gut gepflegt ist, wollte Garon von seinen Gastgebern wissen. Und sie erzählten ihm die folgende Geschichte: Papst Johannes Paul II. hat in der Basilika eine Frau geheilt. Das wurde als Wunder anerkannt und Johannes Paul wurde daraufhin später seliggesprochen. Aus Dankbarkeit unterstützt der Vatikan das Gotteshaus in Cartago finanziell. Es ist zu einem Wallfahrtsort für ganz Costa Rica geworden.... aus Hans Garon in Costa Rica/Colombia im Wiesbad.Tagblatt

Einladung zur Demonstration des Enharmoniums

am Freitag, den 16.Juni gegen 11 Uhr wollen wir in Saarbrücken eine Vorführung unseres soeben restaurierten Enharmoniums veranstalten.
Unter dem Motto »Im Andenken an unsere Vorfahren Shōhei Tanaka und Oscar Walcker« werden Herr Prof. Dr. Tasuku Tanaka und Gerhard Walcker-Mayer einleitende Worte sprechen.
Herr Ulrich Averesch wird uns die Tanaka-Stimmung erläutern.
Anschließend zeigt uns KMD Klaus Schulten welche Auswirkungen es beim Spielen hat, wenn statt der üblichen 12 Töne pro Oktave rund 20 Tasten zur Verfügung stehen.
Wir hoffen, Herr Schulten wird uns, wie es einst Shōhei Tanaka tat, das Lohengrin-Vorspiel auf diesem Harmonium vorführen. Tanaka spielte es Anton Bruckner im Jahre 1891 in Wien vor, worauf der Komponist erwiderte: » Ah, hat das wunderbar geklungen« (Anton Bruckner, Vorlesungen über Harmonielehre und Kontrapunkt, ed. Erich Schwanzara, Wien, 1950, 63)
Nach diesen Präsentationen wollen wir Getränke mit ein paar Happen reichen. Das Enharmonium des Shōhei Tanaka bei der Firma Walcker in Ludwigsburg gebaut, steht nun interessierten Gästen zum Probieren zur Verfügung.
Aus der Historie, den Restaurierungsarbeiten, der Demonstration des Enharmoniums am heutigen Tag werden wir ein Buch erstellen, das mit Texten von Shōhei Tanaka und Oscar Walcker aber auch Fotos des Zusammentreffens bestückt sein wird.

Interessenten bitten wir an gerhard@walcker.com ihr Kommen mitzuteilen.
Subscriptionsaufruf aus 1893 mit 4 Seiten als PDF [2.252 KB]
Weiteres auf unserer Tanaka-Seite

Auf nach Beirut !!

Dramatische Orgeldienstleistung geht so: über Bukarest, Rom, Kairo, Cartago CR, San Salvador, Schottland.... und nun eine Orgel von den Schafwiesen im total verschlafenen Outback der Highlands nach Beirut, Libanon, unmittelbar an der syrischen Grenze, zu transportieren, um dort wohlklingende Harmonien ertönen zu lassen.
Die Logistik ins Libanesische wird unsere Organisationskünste auf Äußerste treiben. Denn wer hätte je damit gerechnet, von Deutschland aus den Vertrieb einer Orgel aus Schottland ins bürgerkriegsnahe Libanon zu verschiffen? Da wird noch manch eine ungeschlafene Nachtstunde dran glauben müssen.
Nun, solche Abenteuer haben uns in vergangenen Jahren erhebliche Bereicherung erfahren lassen - und wer die Langeweile, mit der sich unsere Orgeldudler die Zeit auf facebook vertreiben, nicht an sich herankommen lassen will, der freut sich über jedes Pfefferkorn, das ihm der Wind zuträgt.
Romantische, schottische Orgelklänge am Rande der russisch-assadschen Donnerschläge, das ist doch fast schon ein Heilsgedanke, der Erlösung (von der deutschen Tugend) verspricht.

Frischzellenkur für Lutherkirchen-Orgel

Solingen. Die Weyland-Orgel wird renoviert. Die regelmäßigen Arbeiten sollen die klanglichen Möglichkeiten des komplexen Instruments verfeinern. Von Alexander Riedel (Text) und Martin Kempner (Fotos)
Wenn Kantor Ludwig Audersch die Orgel einschaltet, hebt sich einige Meter hinter ihm unter sanftem Rauschen ein riesiger Blasebalg. Er vibriert bei jedem Tastenanschlag - schließlich muss der Wind innerhalb der Orgel so verteilt werden, dass die Pfeifen einen Ton erzeugen. "Sie ist ein riesiges, komplexes Instrument", sagt Orgelbaumeister Gerhard Walcker-Meyer. Mit seinem Sohn Alexander ist der Fachmann in dieser Woche aus Saarbrücken angereist, um das technische Wunderwerk zu pflegen.
"Ich bin mindestens einmal im Jahr hier", erklärt er. Die große Weyland-Orgel der Solinger Lutherkirche kennt Walcker-Meyer nach rund zehn Jahren regelmäßiger Instandhaltung inzwischen wohl in- und auswendig. Und so muss es auch sein, denn, wie Ludwig Audersch betont: "Jede Orgel ist anders".
Hatten frühere Konstruktionen hauptsächlich mechanisch funktioniert, kamen später elektrische und pneumatische Systeme hinzu. Die Weyland-Orgel verbindet die letzten beiden - und hat sich gewissermaßen organisch entwickelt: Im Jahr 1960 von der gleichnamigen Opladener Firma erbaut, griff sie auf Bestandteile früherer Modelle zurück, so zum Beispiel Gehäusereste und Pfeifenmaterial der älteren Seiffert-Orgel - oder den elektrischen Spieltisch, der schon in den 1930er Jahren entstanden war. Dessen Rückseite wiederum erinnert eher an das Innenleben eines Computers. Ihn verbinden Kabel mit einem Magneten. Der wiederum öffnet ein Ventil und dieses sorgt schließlich dafür, dass der Wind in die richtige Pfeife strömt.
"Die Orgel ist ein Ein-Mann-Orchester", sagt Walcker-Meyer. Von der Solo-Flöte über den Bass bis zur Bratsche könne der Organist sämtliche Instrumente eines Philharmonischen Orchesters buchstäblich mit Händen und Füßen anklingen lassen. Und damit das im Falle des mit 4400 Orgelpfeifen großen Instruments in der Lutherkirche auch so bleibt, ist regelmäßige Pflege unabdingbar.
Alle 61 Registerschilder, die die unterschiedlichen Klangeigenschaften wiedergeben, mussten ausgetauscht werden. "Die alten waren schon dabei, sich aufzulösen", erklärt Ludwig Audersch. Auch die mit dem Fuß bediente Walze, mit der der Organist den weichen Übergang zwischen unterschiedlichen Lautstärken regeln kann, hatte sich im Laufe der Zeit abgenutzt und wurde erneuert. "Hinzu kommen noch ein paar Kleinigkeiten am Spieltisch, wir müssen elektro-pneumatische Dinge nachregulieren und die Orgel stimmen", erklärt Gerhard Walcker-Meyer, der gemeinsam mit seinem Sohn bis heute am Instrument arbeiten wird. Klangliche Verbesserungen sollen die Folge sein.
"Orgeln dieser Art sind pflegeintensiv, ermöglichen aber ein komplexes Repertoire", betont der Orgelbauer. Und Ludwig Audersch ergänzt: "Ich sitze seit 21 Jahren an der Orgel und bin immer wieder verblüfft über ihre Möglichkeiten." Die wisse auch die Gemeinde der Lutherkirche zu schätzen. "Die Orgel", betont der Kantor, "ist das wertvollste Stück der Kirche."
Quelle: RP

SCOTTISH HISTORIC ORGANS TRUST

Das Shot Bulletin aus Schottland zeigt alle wichtigen Bewegungen an historischen Orgeln in Schottland. Besten Dank nach Schottland für die Zusendung!

Interesse aus USA

Resonanzboden Enharmonium

Für die nächsten Wochen sind bei uns Restaurierungsarbeiten am Walcker’schen Enharmonium aus 1893 geplant. Dieses Harmonium wurde gebaut, um die reine Stimmung nach Shōhei Tanaka realisieren zu können. Im Zuge einer kleinen Demonstration, die nach Fertigstellung geplant ist, soll dann das Instrument in kleinem Kreise vorgestellt werden. Durch Zufall haben wir bei der Planung dabei mit Dozenten der Harvard University Kontakt erhalten.
Im November dieses Jahres soll ein großes Symposium über derartige Instrumente im Schola Cantorum in Basel stattfinden. Dabei wird auch ein Vortrag über das Wirken von Shōhei Tanaka gehalten zu dem wir von der Uni eingeladen wurden.
Eine Besonderheit, die dort schon mal Begeisterung ausgelöst hat, ist der Umstand, dass Shōhei Tanaka mit einem seiner Instrumente (vielleicht war es unseres) zu Anton Bruckner Ende des 19.JH ins Wienerische gefahren war, um dem Komponisten »Lohengrin« in reiner Stimmung vorzuspielen. Dass Bruckner von diesem Vorspiel überzeugt wurde, ist historisch belegt.
weitere Informationen Tanaka Enharmonium

we missed you....

... so wurden wir bei einem service in Kingussie begrüsst, nachdem wir gerade mal 3 Monate nach Fertigstellung zur Durchsicht wieder vorbei gekommen sind zuvor schon gings in Motherwell zur Sache: Einbau eines humidifiers, Ausreinigung nach Umbau des Kirchendaches, Schimmelbehandlung. unser Ankerplatz für gutes, reichhaltiges Essen: Aviemore. Von hier aus hat man die ganzen Cairngorms im Visier. Hier der wunderschöne Bahnhof.
ein kleiner Umweg musste gefahren werden über Dundee, wo eine Walcker-Orgel der Restaurierung harrt. in Dunkeld eine Casson-Orgel besucht, die mich sehr an unsere Dulsanell-Orgeln erinnerte Zwischen Tomintoul und Inveraven gibt es die abenteuerliche horsbridge, die uns immer tief beeindruckt hat.
die Dulsanell in Tomintoul spielt nun seit 1904 (bis 1956 im Kalkantenbetrieb) ohne je mit Störungen aufgemuckt zu haben. aber auch die Hill-Orgel in Inveraven würde es ihr gleich tun, wenn nicht Ratten und Mäuse ihr das Leben etwas drastischer gestalten würden Die Conacher in Tombae wurde uns von der Diözese zum Abbau anempfohlen. Hierzu gibts ein PDF [677 KB] mit Maßen etc.
Diese Orgel konnten wir maßlich und bautechnisch in der baufälligen Kirche gründlich untersuchen. unser letzter Streich war eine Walcker, diesmal in Kiltarlity. Hier ein Bild mit Organistin und letztem Kalkanten Zum Abschluss noch die herrliche Ruine in Beauly im sich zart andeutenden Frühling (c) all pics gwm

Hans Garon in Lateinamerika

Petersburger Impressionen Feb. 2017

nur etwa 100m Luftlinie von unserem Hotel entfernt stand sie da, die legendäre "Petri". An dieser Orgel erhielt Peter Tschaikowsky Unterricht.1939 schlug ihre letzte Stunde. 1962 wurde die Kirche zum Hallenbad umgebaut. Op.31 Petersburg 800 Besucher waren zum Konzert von Luba Shishkhanova in die Capella St. Petersburg am 23.02.17 erschienen. Bach, Reger Brahms wurden in perfekter Interpretation vorgeführt. Opus 604 Holländ.Kirche Vor dem Konzert war es mir vergönnt, vor dem Publikum einen geschichtlichen Einblick in das Wirken der Firma Walcker in St. Petersburg zu geben. Die Begeisterung des Publikums war umwerfend. State Capella St.Petersburg
am Spieltisch der Eule-Orgel in der Capella im Gespräch mit Luba und Prof. Shliapnikov das Rieger-Kloss'sche deformierte Pfeifenwerk vor der Restaurierung Zwei CD's auf denen die Klänge dieser Orgel vor und nach der Restaurierung nieder gelegt sind.
Die Eremitage, das wohl größte und schönste Königshaus, mit einer überwältigenden Sammlung an historischen Gemälden. St. Petersburg Der Newski-Prospekt, eine breite, geradlinige Hauptstraße, schon von Dostojewski und Tolstoi besungen, offenbart die großzügige und weiträumige Gedankenwelt der Petersburger. am Newski-Prospekt liegt, wie konnte es anders sein, die Petri-Kirche, der wir unseren letzten, tiefen Blick, und damit in die Seele dieser Stadt schenken durften. St.Petri-Kirche

Serienorgeln made in England

Wieviele "Positive Organs" der Orgelbauer Thomas Casson(1842-1910 insgesamt gebaut hat, weiß kein Mensch. Heute finden sich diese Instrumente noch in vielen Kirchen auf der Insel. Es handelt sich dabei um Schleifladenorgeln, die am Ende mit einer Pneumatik aufgepeppt wurde zum Zwecke von Melodie- und Basskoppel. Schaltet man den Double Bass 16' ein zu anderen Registern, erklingt immer der tiefste Ton des Double Bass innerhalb des Akkordes, während die anderen Register unberührt den gespielten Akkord wiedergeben. Beim Melodie Diapason hingegen erklingt der höchste Ton. Damit wurde im ersten Fall ein virtuelles Pedal und mit der "Melodie" ein zweites Manual ersetzt. Nachteil dieser Konstruktion: die unter der Windlade begrabene Register-und Spielmechanik. Diese Orgeln werden oft an die Wand gesetzt und damit wird eine Wartung der Pneumatik verhindert. Man trifft diese Orgeln heutzutage meist an, indem man fehlende Noten bemerkt. Die Mechanik hingegen scheint recht stabil zu sein. Ein interessantes, ökonomisches System, das wenig Platz weg nimmt und irgendwie logisch in diese kleinen Kirchen der Schotten und Engländer passen.

E-Positiv in concert in Worsel/Kiew

E-Positiv in Worsel Op 5003

Ins geistliche Seminar der kleinen Stadt Worsel bei Kiew, Ukraine, wurde von einem polnischen Orgelbauer ein Walcker-Positiv Typ E eingebaut, das dort zur größten Genugtuung seine Dienste tut. Ja, sogar schöne Konzerte werden dort abgehalten, und man fragt sich nur: "was ist in die deutsche Seelsorge gefahren, dass solche Instrumente ausgelagert werden?" Bald meldete sich der polnische Orgelbauer Krystof Deszczak, der sich als Restaurator dieser Orgel vorstellte. Er wußte, dass das Instrument aus der stillgelegten Katholischen Kirche in Bremen-Blumental stammte und unter Opus 5003 gebaut wurde. Hier drei Links zu Konzertteilen, welche eindrucksvoll die Klangschönheit dieser Kleinorgel demonstrieren:
https://www.youtube.com/watch?v=5qefHb_b9u8
https://www.youtube.com/watch?v=IoVd6-CnEy0
https://www.youtube.com/watch?v=s8hB3_1jYmw

Der König ist tot - es lebe der König

DER BRIEF in SACHEN REINOLDI
Lieber Herr Walcker-Mayer,
haben Sie vielen Dank für ihre Antwort. Die traurige Geschichte in Dortmund trifft mich um so mehr, wenn ich höre, dass auch Sie sehr aktiv daran gearbeitet haben, die Orgel zu erhalten. Sie haben wirklich recht: wo bleibt der Denkmalschutz und wie soll man noch an ihn noch glauben!
Wenn auch die Orgel in Dortmund nicht aus dem 19. Jh. stammt wie Riga, Dom und Wiesbaden, Luther- und Ringkirche, bei denen man sich mit Erfolg bemüht hat, den Klang der großen romantischen Orgeltradition wie Cavaille-Coll, Sauer und eben Walcker zu erhalten WEITER

...jetzt lacht sie wieder !

Opus séquentiellement

Walcker-Positiv E - die Volkswagen Serie

Immer wieder erreichen uns Berichte von begeisterten Besitzern der Walcker-Positive. Es wird weniger auf die technisch einfache Konstruktion dieser Orgeln Bedeutung gelegt, sondern man kann es nach den heftigen Auseinandersetzungen in den 70-80er Jahren kaum glauben, der klangliche Gehalt dieser Orgeln wird besonders herausgehoben. Hier wieder ein Beispiel einer Mitteilung, die mich in Costa Rica vor ein paar Tagen erreicht hat:
Hallo Herr Walcker,
seit 3 Jahren besitze ich ein Walcker-Positiv E (9 Register), ehemals vermutlich 1960 für eine Kirchenmusikerin (Frau Rösch) in Buchen gebaut. Das Instrument habe ich in Einzelteile zerlegt vorgefunden, es war aber vollständig. Nach dem Wiederaufbau funktionierte es einwandfrei. Ich habe die unter anderem die Ventilanhängung und den Windeinlass in die Windlade verbessert, aber die Konstruktion und Intonation in Grundzügen nicht verändert. Sogar die Pulpeten und die Doppelschleifendichtungen sind noch alt. Es gibt keinerlei Windabfall, von der Wirkung der Mixtur in einer Hausorgel bin ich geradezu begeistert (Äolinenmensur, überhaupt nicht schrill, Repetition bei c3 in 8´, 4´, 2 2/3´. Wenn es Sie interessiert, wie ich mit geringem Aufwand einen Prinzipal 8´ und eine Viola 8´ bei perfektem Stimmzugang ergänzt habe, ohne das Gehäuse zu vergrößern, können Sie gerne mal vorbeikommen... . MK
weitere Berichte:
Ja! zum E-Positiv
Walcker-Serienpositive

Konzerte an der Bansbach-Orgel in Cartago geplant

Auch an dieser mechanischen Kegelladen-Orgel, die Bansbach in den 1930er Jahren in die Kathedrale von Cartago/Costa Rica eingebaut hat, sind Konzerte für März/April 2017 geplant. Bei meiner Reise im Januar 2017 nach Cartago werde ich versuchen endgültige Festlegungenzu treffen. Für Organisten, die sich hier beworben haben stelle ich die nachfolgende Disposition bereit. Diese Orgel wurde Jan-März 2016 von uns repariert und wieder vollständig hergestellt.
I.Manual C-g”’
1. Principal 8′
2. Lieblich Gedackt 8′
3. Octav 4′
4. Piccolo 2′
II.Manual im Schweller
5. Holzflöte 8′
6. Undamaris 8′ ab c
7. Rohrflöte 4′
8. Vox humana 8′
Pedal C-f’
9. Subbaß 16′

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Kingussie05 Klänge von gesägten Kernstichen

Klänge von gesägten Kernstichen. Noch sind wir dabei, die ersten Prinzipale, hier im Lande der „Exitisten“ Diapason genannt (allerdings ist das auch schon wieder zu stark verallgemeinert, weil der „Open Diapason“ unserem Principal und der „Stopped Diapason“ europäischen Gedackten entspricht, wohlbemerkt immer als Achtfußregister gedacht) langsam gedanklich ins eigene Klangbild einzusortieren. Bei dem oben gezeigten […]

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Cor anglais in der Schyven-Orgel zu San José

Das Cor anglais 8′ im II.Manual (Positif) der dreimanualigen, mechanischen Schyvenorgel war mindestens seit 50 Jahren unspielbar. Und es ist auch jetzt nicht unbedingt ein ausgeglichenes Musterbeispiel für durchschlagende Zungen. Aber wir konnten in Anbetracht sehr begrenzter Zeit wenigstens die unteren drei Oktaven zu sprechen bringen. Leider fehlen im Diskant einige Pfeifen, so dass hier […]

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Eberhard Friedrich Walckers Stellungnahme gegen Pneumatik & pro Barker

Von dieser Stellungnahme aus dem Jahre 1868 haben wir hier ein Abschrift, aus der man die Schlussfolgerung des Meisters nachvollziehen kann. Es spricht sich ausdrücklich für den Barkerhebel aus und gegen die von dem Briefpartner bevorzugten und angebotenen pneumatischen Registertraktur. Außerdem erfahren durch die Feder Eberhard Friedrich Walckers, dass er selbst bereits schlechte Erfahrungen mit […]

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Joseph Goebel „Theorie und Praxis des Orgelpfeifenklangs

Dieses Büchlein mit rund 85 Seiten und einigen Skizzen hat mich seit seinem Erscheinen im Jahr 1967 immer wieder begleitet. Es trägt sehr gut zum Verständnis von Orgeldisposition (Teiltöne) und dem Klanggeschehen bei Labial- und Zungenpfeifen bei. Da ich auf meinen Reisen nun so gut wie alles, was irgendwie von Belang werden könnte, digitalisiere und […]