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Willkommen auf der Internetseite von EF WALCKER ORGELBAU GMBH
Unser Team ist hat soeben eine umfangreiche Arbeit in Kairo abgeschlossen, die über 6 Monate vor Ort in Anspruch nahm und die unter diesem Link gesehen werden kann. Unmittelbar geht es weiter in unserer Werkstatt in Saarbrücken mit Arbeiten an der Walcker-Orgel in Motherwell, die wir ab 15.Juli mit frisch restauriertem Spieltisch und Balg aufsuchen werden.
Sollten Sie Fragen haben, egal welcher Art, so richten Sie eine Mail bitte an gerhard@walcker.com
Danke! und viel Vergnügen.
EF WALCKER ORGELBAU

Walcker-Historie um Opus 1550 IV/75

diese interessante Zeichnung, Schnitt und Ansicht der Walcker-Orgel in der Peterskirche zu St. Petersburg, hing 1910 eine zeitlang im Montagesaal in Ludwigsburg.

Eine sehr lebendige Orgelgeschichte hinterlässt die Walcker-Orgel in die Peterskirche nach St. Petersburg.
Diese Orgel wurde ursprünglich gebaut von Eberhard Friedrich Walcker (op. 31) in den Jahren 1839/40 mit 65 Registern auf Schleifladen. In den Jahren 1869-1886 wurde das Werk auf mechanische Kegelladen umgebaut (Op 238) und von Eberhard Walcker intoniert. Im Jahre 1910 wurde die Orgel dann von Walcker elektropneumatisiert, das heißt, die Mechanikwellen wurden abgebaut, dafür kamen Balg+Membranleisten unter die Kegel. Elektropneumatische Relais wurden in die Orgel verpflanzt, welche mit Bleirohren an die Windladen verbunden wurden (siehe rote Kästchen in der Zeichnung). Ein ungeheuer komplizierter Spieltisch, der mit Excenterkontakten an den Tasten ausgerüstet war und rein pneumatisch in der Registratur war, wurde mitgeliefert.
Die hier gezeigte Zeichnung (Archiv gwm) war im Montagesaal in Ludwigsburg aufgehängt und zeigt eigentlich die gleiche Orgelanlage, wie sie bei Eberhard Friedrich bereits bestand. Außer eben dem Fernwerk, das 1910 in Hängebälglade gefertigt worden war. 7 Jahre später war in Russland Revolution, Kirche und Adel waren passé.
Die Orgel wurde 1939 nach Moskau und Donezk ausgebaut, die Peterskirche wurde zur Schwimmhalle umfunktioniert - dazu brauchte man dann keine Orgel mehr.

next step "Motherwell"

Nachdem man so langsam von "Kairo" genesen ist, sind wir bereits seit zwei Wochen wieder intensiv in der Werkstatt tätig.
Unsere nächste Arbeit wird sich auf den Lowlands in sehr ausgeglichener Atmosphäre abspielen, zwischen Glasgow und Edinburgh, nämlich in Motherwell "in the kirk at the Cross". Es handelt sich hier um eine rein pneumatische Kegelladenorgel von Walcker mit der Opuszahl 876 und Baujahr 1900. Die Orgel hat satte 23 Register, darunter Viola di Gamba 8' im HW und Echo Gamba 8' im Schwellwerk und in beiden Werken jeweils einen gedeckten 16', wie es sich gehört. Im Hauptwerk haben wir eine Mixtur 2 2/3' und im Schwellwerk ein Cornett 8'.
Vollständige Disposition gibt es hier. Ich werde dort gelegentlich eine Opusbuchabschrift mit Hinweisen auf die Mensuren dort einfügen.
Wir glauben, dass diese Orgel, wenn Sie gegen September zu einem erheblichen Teil erklingen wird, in England eine großartige Wirkung hinterlassen wird, da es kaum spielbare spätromantische, deutsche Orgeln dort gibt.
Den Spieltisch haben wir, wie zwei Bälge und anderes Material bei uns in der Werkstatt, das dort restauriert wird. Ab Mitte Juli werden wir dann dem deutschen Sommer ein Schnippchen schlagen und ins Schottische ausweichen. Ab Spetember wollen wir dann hier in Deutschland weitere Arbeiten verrichten.

Motherwell - Rückseite des Spieltisches 3 Etappen


Orgelmusik in Santa Cecilia, Roma


im Conservatorio Santa Cecilia werden dieses Jahr über 80 Konzerte abgehalten. Darunter sind natürlich Konzerte auf unserer Orgel. Am Freitag, den 11.Mai spielt in Zusammenarbeit mit den Europäischen Konservatorien Prof. Alessandro Licata Orgelmusik von J.S.Bach. Am 22.Mai spielt Giovanni Ubertini "Liszt a Roma" und am 28.Mai spielt Ronald Ebrecht von der Wesleyan University, USA.
Außerdem wurde eine CD herausgegeben von "i secreto della Musica" in welcher die Orgel erläutert und von Prof. Licata gespielt wird.


unsere Arbeit im Blickpunkt von Presse und Funk

+ ein Ärgernis: im ARS ORGANI erschien im Heft 1/März 2012 ein Artikel über George Enescu und die Orgel, wo wieder einmal gezeigt wird, dass man sowohl von Internetseiten herunterkopiertem Material, wie auch von mir per Hand gescanntem Material, keinerlei Respekt hat, und meint, das kann man ohne Quellenangabe einfach so abdrucken. Das war mit Sicherheit das letzte Mal, dass dieses Blatt und die dort schreibenden Autoren von uns bedient werden.
++++ der Artikel von Martin Gehlen über die Walcker-Orgel in Kairo erschien bisher auch hier auf dem Netz in der Potsdamer Zeitung.
++++ Das Sonntagsblatt vom 22.April 12 [2.315 KB] bringt einen zweiseitigen Artikel über unsere Arbeit in Kairo hier auf dem Internet zu finden: Sonntagsblatt
+++ Domradio.de bringt einen Artikel über Kirche und Orgel in der Deutschen Evangelischen Kirche Kairo von Julia Gerlach, die übrigens ein interessantes Buch über die aufbegehrende Jugend am Tahrir-Platz geschrieben hat.

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Die Oboe 8 in der Walcker-Orgel in Kairo

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Von dieser Stellungnahme aus dem Jahre 1868 haben wir hier ein Abschrift, aus der man die Schlussfolgerung des Meisters nachvollziehen kann. Es spricht sich ausdrücklich für den Barkerhebel aus und gegen die von dem Briefpartner bevorzugten und angebotenen pneumatischen Registertraktur. Außerdem erfahren durch die Feder Eberhard Friedrich Walckers, dass er selbst bereits schlechte Erfahrungen mit [...]