Walcker-Orgelbau seit 1780

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Wir freuen uns Sie auf unseren Internetseiten begrüßen zu dürfen. Auf unseren Opusseiten haben wir rund 1000 Walcker-Orgeln aufgeführt. Sollten sie Ihre Walcker-Orgel dort nicht finden, geben Sie uns Informationen, damit wir das ändern.
Wir möchten gerne die Geschichten um weitere Orgeln verdichten und freuen uns über jedes Bild und über jede Nachricht, welche die Historie der Firma Walcker weiter erhellt.
Unter gewalcker@t-online.de bin ich stets für Sie erreichbar.
Gerhard Walcker-Mayer

I. Concierto de Órgano en la Basilica

Walcker-Orgel in Synagoge Buenos Aires

Bundesregierung unterstützt Orgel-Restaurierung in argentinischer Synagoge
Buenos Aires, 05.02.2016.
Die Orgel der Firma Walcker, die sich in einer der ältesten Synagogen in Buenos Aires befindet, soll restauriert werden. Für die Instandsetzung des Instruments, das 1932 gebaut wurde, will das Auswärtige Amt der Bundesregierung aus dem Kulturerhalt-Programm finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Dies bekräftigte Staatsministerin Maria Böhmer bei einem Besuch in der Synagoge der Congregación Israelita in Buenes Aires im Rahmen einer Argentinienreise anlässlich der Regierungsübernahme durch Präsident Mauricio Macri. "Die Orgel wurde Anfang der dreißiger Jahre speziell in Deutschland angefertigt. Sie zählt damit zu einer von drei weltweit noch erhaltenen Orgeln, die der deutsche Orgelbauer für Synagogen hergestellt hat. Ich freue mich, dass wir einen Beitrag dazu leisten können, dass mit ihrer Restaurierung bald wieder Musik hier erklingen wird, die die Menschen miteinander verbindet", führte Böhmer aus.
Das Instrument des Orgelbauers Walcker ist eine der wenigen Orgeln, die an Synagogen geliefert wurden. Nach der Instandsetzung, für die knapp 28.000 Euro angesetzt wurden, soll es bei wöchentlichen Konzerten gespielt werden.
Die Geschichte der Orgelbaufirma Walcker mit Sitz in Ludwigsburg reicht bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhundert mit dem Orgelbauer Johann Eberhard Walcker zurück. Heute wird das Familienunternehmen von den Nachfahren in siebter Generation geführt. Opus 2339, II/26, Bj 1931.

Abbau einer Königin der traurigen Gestalt

die weinende Königin in der Catedral von Cartago

Der Abbau dieser Orgel (Erbauer oder Konstrukteur dieser mechanischen Kegelladenorgel sind unbekannt) wurde mit einem lachenden und einem königlich "weinenden" Auge begleitet. Als Orgelbauer indiziert man ganz unbewusst eine Orgel als organische Gestalt, die man hassen oder lieben lernen kann. Hier war es eine Figur, von deren Trauer man angesteckt wurde. Ihr Lebensweg eine Tragödie. Wahrscheinlich wurde das Instrument schon vor Jahrzehnten vom Insektenbefall heimgesucht. Die "Helden" der "Grand Restauration" wollten von der Ursache dieser Leiden kaum etwas wissen und dachten mit Silikon und Gips wären Stabilität und musikalische Strukturen gerettet. CostaRicanisches Handwerk eben, das sich mehr in "conversación" und wichtigen Eitelkeiten erschöpft.
In Wirklichkeit hat sich der Holzwurm und Comejean in dramatischer Weise an der Königin vergangen, bis man endlich die statische Fragwürdigkeit des Holzpodestes, auf dem die Orgel stand, zur Diskussion stellte.
Wer öfters mit Silikonbrüsten in Berührung kommt, mag auch bei königlichen Damen dieses Material für tauglich halten, wir jedenfalls wollen auf solche Erfahrungen verzichten.
Beim genauen Hinsehen haben wir bei einer einzigen Taste g' (die bei der unten ablaufenden Diashow zu sehen ist) über 12 lebendige Holzwürmer entdeckt, die sich über die "Grand Restauration", die vor wenigen Jahren stattfand, leider nicht ganz totgelacht haben.
Jetzt gilt es, aus der Trauer der weinenden Königin eine ebenso lachende mit seinen Händen zu gestalten, wie dieselbe in der Basilika Cartagos zu finden ist.
Ein schwieriges Unterfangen, ja ein todesmutiges und tolles Unternehmen (bei bis zu 36 Grad Celsius auf der Empore im Januar). Aber, wer die Gefahr liebt, wird auch von Königinnen geliebt werden. Mehr soll man nicht erwarten.

Königin der traurigen Gestalt

  • noch ist das Orgelwerkin der Catedral von Cartago unberührt
  • Ausbau der Orgeltrakturen
  • Ausbau der OrgelStufe I
  • das hässliche Entleindas zum Schwan werden soll
  • die Tasten sahen sehr seltsam ausdass darunter der Wurm hauste, wußten wir noch nicht
  • Pfeifendeformierung
  • Traktur I.Manual
  • Kegellade mitseltsamen Dichtungsmaßnahmen
  • Kegellade des I.Manmit Silikonkissen
  • Klaviatur II.Manstark vom Holzwurm befallen
  • die Hl. Cecilia über dem Schwellwerk
  • über den Dächern von Cartagoein Sonnenplatz
  • Wellenbrett I.Manual
  • Orgelgestell aus Mahagonidas keinen Wurmbefall aufwies
  • an der Pedaltraktur
  • in dieser Taste fanden wir 12 lebendige Holzwürmer
  • Rückseite des Spieltisches
  • lebendige Würmer im Klaviaturbacken
  • neues Fundament für die Orgel
  • an den verwurmten Klaviaturen
  • drastische Holzwurm-Zerstörung
  • Schatten der Catedral und immer Sonnenschein
  • Guiseppe und Alfredoden neuen Boden am Samstag 15Uhr fertig eingelegt

Opus 5492 jetzt in San Pataleone Negrone BG

Das hört man gerne, wenn wieder einmal eine "Vertriebene" aus Italien zu singen beginnt und dazu noch eine CD mit Bach, Preludium und Fuge E-Moll, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Brahms, Reger, Toccata und Fuge op.59, Hindemith, zweite Sonate für Orgel, die wahrlich erfrischen kann. Allen Zweiflern zum Trotz, es ist nicht das Stück Materie, das gut oder schlecht ist, sondern, das was wir daraus machen! mehr hier

14.01.15 Großartige Vorführung von Cameron Carpenter auf Youtube: Rachmaninoff's Paganini Rhapsody for Organ & Orchestra
mail dazu:
Hallo Herr Walcker, Sie wissen aber schon, dass Carpenter hier auf seiner elektronischen musiziert, ein Ding, das bei Ihren Internetseiten und Blogs immer ganz schön und heftig attackiert wurde! ... AS
Antwort: Das ist mir schon klar. Diese elektronische Kiste von Cameron ist m.M.nach völlig uninteressant. Flach und platt, kann auch nicht darüber hinweg täuschen, dass er mit dem Schwelltritt Dynamik zu zaubern versucht, wo anstelle von Pfeifen abstrakte Programmgebilde stehen. Probleme hatte ich überhaupt einen gesunden Bass wahrzunehmen. Oder dass manche Zungen "unequal" und "really slow attack" programmiert wurden. Der ganze elektronische Zauber erledigt sich recht schnell, wenn man tagtäglich damit arbeiten und vor allem die ganze Sterilität davon hören muss, dann beginnt irgendwann die Qual.
Was mich aber fasziniert hat, ist, dass dieser Organist sich erstens hervorragend artikulieren kann, zweitens sein Wort wunderbar mit Orgeltönen zu untermalen versteht, und drittens, wie er mit Rachmaninoff die handelsübliche Orgelliteratur aufmischt. Da kommt mir doch unsere deutsche Orgelstube recht muffeling und verschlafen dagegen vor. gwm

Hierzu wurden
noch weitere Wortmeldungen verzeichnet. Leider können wir auf dieses Thema nicht dezidiert eingehen, weil es nicht unmittelbar mit Walcker-Orgeln zusammenhängt.

Opus 3946 von Bremerhaven nach Mömlingen

Dass es im Norden mehr "Walckerianer" als im Süden gibt, das liegt ganz einfach daran, dass hier in speziellen Fällen überhaupt nie daran gedacht wurde, die "Orgelbewegung" als eine Fehlentwicklung im Nachkriegsorgelbau zu verurteilen. Hier haben wir ganz andere Vorstellungen als im Süden, wo die Ansicht überwiegt, dass mit der Orgelromantik die höchste Stufe des Orgelbaus erklommen wurde.
Während die einen also festgefahrene Standpunkte hinterfragen, ist nun französische oder deutsche Orgelromantik das zukünftige Ideal, gehen andere Organisten auf klangliche Vorstellungen zurück, die wir immer noch als heftig umstritten sehen: die Klangwelt der walckerschen Industrieorgeln der 60er Jahre.
Solche Klänge erfordern ein völlig anderes Denken und andere Emotionen. Und dieses Denken und Aufspüren über Möglichkeiten der Kleinorgeln jener Zeit, ebenso über die Klänge der größeren Instrumente, die man nun langsam endlich alle entsorgt haben wird. Weil eben, wie gesagt, im kulturträgen Süden, da werden sie noch in 100 Jahren irgendwelchen nachgemachten Trompette harmoniques von Cavaillé hinterher laufen, auch wenn es der letzte Hund nicht mehr hören kann.
Hier nun also wurde eine Walcker von Bremerhaven wieder in den Süden, nach Mömlingen in den Odenwald rückgeführt, als wärs das Natürlichste der Welt.

1811 Tallinn (Reval), Olaikirche

Eine interessante Walcker-Orgel, die ursprünglich von EFW als Opus 40(34) im Jahr 1840-42 mit 65 Registern gebaut wurde. Es war eine der letzten großen Schleifladenorgeln Eberhard Friedrichs. Ab 1913 wurde die Orgel umgebaut. Ein erheblicher Teil wurde nach Ludwigsburg geschickt. Es war daran gedacht das ganze Werk als elektropneumatische Hängebalgorgel neu zu bauen. Durch Einwirkungen des I.Weltkriegs wurden nur Teile fertiggestellt und nach Reval transportiert (II.+III.Man. und Pedal). Es sind immer noch Bestrebungen diese wichtige Orgel in der Hauptstadt von Estland fertigzustellen.
Am Spieltisch der Orgel sind verschiedene FK-Zügchen abgebrochen. Wer weiß, wo man diese Zügchen besorgen kann, möge sich bitte melden. gewalcker@t-online.de

...jetzt lacht sie wieder !

15.12.2015 Eduardo Álvarez Marin, organista de la Basilica, Cartago: durante 16 años soy un organista de la Basílica, nunca he experimentado tal como el órgano ahora. Todo funciona. Estoy feliz.
Eduardo Álvarez Marin, Organist der Basilica in Cartago: seit 16 Jahren bin ich Organist in der Basilica, nie habe ich die Orgel so erlebt wie jetzt. Alles funktioniert. Ich bin glücklich.

Restaurierungsbericht deutsch [880 KB]
Restauración informe español [963 KB]

Opus 1814 Villa Mercedes - San Luis Arg.

I.Man Hauptwerk C-a"'
1. Principal 8'
2. Bordon 8'
3. Salicional 8'
4. Octava 4'

II.Man. Schwellwerk
5. Bordon dulce 16'
6. Aeolina 8'
7. Vox angelica 8'
8. Flauta harmónica 8'
9. Cello 8'
10. Flauto dulce 4'
11. Lleno 3-4 hileras
II/I
Sub II/I
Super II/I

Pedal C-f'
12. Bajo 16'
13. Subbajo 16'
14. Violon 8'
I/P
II/P

Von einem Bekannten erfuhr ich von dieser schönen Walcker-Orgel, Baujahr 1912, wie unsere Orgel in Kairo. Hier allerdings noch mit einer Organola versehen.

15.10.15 Das Tanaka-Harmonium wurde diese Woche für einen wahrlich stolzen Preis nach Japan verkauft. Wir sind während den Verkaufsverhandlungen zwischen Metz und Saarbrücken gependelt und haben nun unsere Arbeiten in Moyeuvre abgeschlossen. Am nächsten Mittwoch geht es für 9 Wochen nach Costa Rica, wo uns bummelige 20-26 Grad Celsius und Gäste aus Guatemala erwarten.

11.10.15 Zurück aus Motherwell: beim ersten Handschlag mit dem Minister der Scotish Church, Derek Hughes, entschuldigt sich dieser, dass GB im Vergleich zu D sowenig Flüchtlinge aus Syrien aufnimmt. Mit der Orgel sind die Leute zufrieden. Besonders angetan ist der Organist der Gemeinde, Eric Geddes. Der Klang begeistert ihn noch wie am ersten Tag. Einem Kontrakt zufolge mit der Lottery, sind wir gehalten 10 Jahre lang jährlich Wartung durchzuführen, auch wenn's nicht unbedingt notwendig erscheint.

Opus séquentiellement

Walcker-Positiv E - die Volkswagen Serie

Immer wieder erreichen uns Berichte von begeisterten Besitzern der Walcker-Positive. Es wird weniger auf die technisch einfache Konstruktion dieser Orgeln Bedeutung gelegt, sondern man kann es nach den heftigen Auseinandersetzungen in den 70-80er Jahren kaum glauben, der klangliche Gehalt dieser Orgeln wird besonders herausgehoben. Hier wieder ein Beispiel einer Mitteilung, die mich in Costa Rica vor ein paar Tagen erreicht hat:
Hallo Herr Walcker,
seit 3 Jahren besitze ich ein Walcker-Positiv E (9 Register), ehemals vermutlich 1960 für eine Kirchenmusikerin (Frau Rösch) in Buchen gebaut. Das Instrument habe ich in Einzelteile zerlegt vorgefunden, es war aber vollständig. Nach dem Wiederaufbau funktionierte es einwandfrei. Ich habe die unter anderem die Ventilanhängung und den Windeinlass in die Windlade verbessert, aber die Konstruktion und Intonation in Grundzügen nicht verändert. Sogar die Pulpeten und die Doppelschleifendichtungen sind noch alt. Es gibt keinerlei Windabfall, von der Wirkung der Mixtur in einer Hausorgel bin ich geradezu begeistert (Äolinenmensur, überhaupt nicht schrill, Repetition bei c3 in 8´, 4´, 2 2/3´. Wenn es Sie interessiert, wie ich mit geringem Aufwand einen Prinzipal 8´ und eine Viola 8´ bei perfektem Stimmzugang ergänzt habe, ohne das Gehäuse zu vergrößern, können Sie gerne mal vorbeikommen... . MK
weitere Berichte:
Ja! zum E-Positiv
Walcker-Serienpositive

aus aller Welt

Walcker-Organ Opus 3724, I+P/6, built in 1958 for Sydney/Australia is now available for sale, since the community can get no organist anymore who operates the instrument. Please contact gewalcker@t-online.de for further informations.

• Die Schyven-Orgel in San José wird Anfang nächsten Jahres von uns einer gründlichen Wartung unterzogen, nachdem nun in den letzten 7 Jahren mehrere unvorteilhafte Wartungen durch Laien ihre Wirkungen gezeigt haben.

• Die Walcker-Orgel Opus 3986 Mühlheim-Saarn [1.985 KB] spielt nun in den ehrwürdigen Hallen von Notre-Dame-Saint-Michel at Quimperlé. Das, so scheint mir, ist doch eine gewaltige Aufwertung.

"Nicht von schlechten Eltern" ein Artikel im Reutlinger General-Anzeiger über den Walcker-Bund

Canberra, St. Peter's Lutheran Memorial Church feiert das 50jährige Bestehen ihrer Walcker-Orgel. Programmheft [914 KB]

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